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Immer mehr Patienten zahlen für Zusatzbehandlungen

Archivmeldung vom 18.05.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.05.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Bernd Kasper / pixelio.de
Bild: Bernd Kasper / pixelio.de

Immer häufiger bieten niedergelassene Ärzte gesetzlich Versicherten Extra-Leistungen, so genannte IGeL-Leistungen gegen Bezahlung an. Das berichtet "Bild" (unter Berufung auf eine neue Studie des AOK-Instituts WIdO. Danach sollten allein im vergangenen Jahr 20 Millionen Versicherte für Zusatz-Behandlungen zahlen. Das entspricht 33 Prozent aller gesetzlich Versicherten. Im Jahr 2013 waren es noch 29,9 Prozent gewesen.

Vor allem Gynäkologen machten mit Privatabrechnungen Geschäfte. 30,1 Prozent aller IGeL-Leistungen wurden von Frauenärzten angeboten. Insgesamt erzielten niedergelassene Ärzte mit Extra-Behandlungen im vergangenen Jahr eine Milliarde Euro Zusatzeinnahmen. Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung Karl-Josef Laumann (CDU) kritisierte Ärzte, die nicht richtig über Sinn und Kosten von IGeL-Leistungen aufklären oder Patienten unter Druck setzen, Extra-Behandlungen zu akzeptieren. "Das ist eine Riesensauerei", sagte Laumann gegenüber "Bild". "Wenn einige Ärzte eine weitere Behandlung verweigern, weil Patienten keine IGeL-Leistungen in Anspruch nehmen möchten, ist das vollkommen inakzeptabel und gesetzwidrig."

Laumann kündigte an, geltende Gesetze für IGeL-Leistungen zu überprüfen und wenn nötig zu korrigieren. "Sollte sich gesetzgeberischer Korrekturbedarf zeigen, werden wir natürlich handeln", erklärte Laumann.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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