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Kaugummikauen gibt Ohrwürmern keine Chance

Archivmeldung vom 25.04.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.04.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Musik hören: Ohrwümer dank Kaugummi vergessen. Bild: pixelio.de/J. Brinckheger
Musik hören: Ohrwümer dank Kaugummi vergessen. Bild: pixelio.de/J. Brinckheger

Bei einem Ohrwurm kann Kaugummikauen rasche Abhilfe schaffen. Zu diesem Schluss kommen Forscher der University of Reading, die 98 Probanden die einprägsamen Lieder "Play Hard" von David Guetta und "Payphone" von Maroon 5 vorgespielt haben. Den Wissenschaftlern zufolge können auch andere störende Gedanken mithilfe dieser Technik vergessen oder in den Hintergrund gerückt werden.

"Meine Vermutung ist, dass Handlungen generell für Entspannung sorgen und damit vom Denken an eine bestimmte Sache ablenken. Durch jede Form von Ablenkung - zum Beispiel eine andere Tätigkeit wie das Kaugummikauen - kann ein Gedankenstopp gefördert werden", erklärt Psychotherapeut Dominik Rosenauer gegenüber pressetext. Der Ansatz, welcher auf einer bewussten Ablenkung basiere, funktioniere auch bei Traumata.

Nachdem den Versuchsteilnehmern die Songs vorgespielt wurden, sollten diese bei jedem Gedanken an diese Lieder eine Taste betätigen. Währenddessen sind sie entweder dazu aufgefordert worden, Kaugummi zu kauen, nicht Kaugummi zu kauen oder laufend mit einem Finger zu klopfen. Laut den Studienergebnissen haben jene Probanden ohne Kaugummi wesentlich seltener an die Songs gedacht als die restlichen Versuchspersonen.

Reduktion um ein Drittel

Den Forschern zufolge hat das Kaugummikauen die Wiederholung der Ohrwürmer im Gedächtnis um ein Drittel reduziert. Die Wissenschaftler sind sich sicher, dass auch andere belastende Gedanken mithilfe dieser Methode gestoppt werden könnten. "Die eigene innere Stimme durch eine komplexere Version des Kaugummi-Ansatzes zu lenken, könnte auch auf anderen Gebieten funktionieren", erklärt Studienleiter Phil Beaman.

Quelle: www.pressetext.com/Carolina Schmolmüller

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