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Rundum Überwachung im Gesundheitsbereich

Archivmeldung vom 01.10.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.10.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: "obs/BearingPoint GmbH"
Bild: "obs/BearingPoint GmbH"

Zwei Jahre nach der ersten Studie zur Smarten Gesundheit folgt die aktuelle Befragung. Was hat sich in der Zwischenzeit verändert? Gab es Fortschritte oder vielleicht auch Rückschritte? Über die Entwicklun-gen gibt die neue Studie der Management- und Technologieberatung BearingPoint Auskunft.

Fortschritte beim Einsatz von Smartphones/Tablets und Wearables sowie bei Pflege- und OP-Robotern

Quantensprünge kann man innerhalb von zwei Jahren nicht erwarten. Dennoch lässt sich an den meisten Stellen eine positive Entwicklung feststellen. Nutzten 2017 nur 18 Prozent ein Smartphone oder Tablet zur digitalen Überwachung und Optimierung der Gesundheit, sind es mittlerweile bereits 27 Prozent. Darüber hinaus plant jeder fünfte Nichtnutzer, es in den kommenden 12 Monaten zu tun (20 Prozent). Zehn Prozentpunkte legen die Wearables zu, aktuell kommen diese bei 18 Prozent der Befragten zum Einsatz. Bei den großen technischen Innovationen gewinnen die Roboter an Vertrauen, sowohl im OP-Saal als auch in der Pflege. 2017 wäre knapp jeder Fünfte (19 Prozent) bereit gewesen, sich von einem Roboter operieren zu lassen, 2019 könnte sich das mittlerweile jeder Dritte vorstellen (31 Prozent). Auch im Pfle-gebereich dürften für 25 Prozent der Befragten Roboter aushelfen, hier lag der Wert zwei Jahre zuvor noch bei 20 Prozent.

Stagnation bei der Einstellung zur Datensicherheit

Das Sorgenthema der Studie 2017 war die Sicherheit der persönlichen Informationen und Daten der Patienten. Hier ist kaum Entwicklung zu verzeichnen. 57 Prozent der Befragten würden Apps oder Wearables nutzen, wenn ihre Daten vor dem Zugriff Dritter sicher wären. Dieser Wert wird bestätigt durch die Frage nach den größten Risiken bei der Überwachung der Gesundheitsdaten. Hier geben 54 Prozent* an, dass sie befürchten, ihre Daten seien nicht ausreichend geschützt. Dieser Wert lag zwei Jahre zuvor bei 60 Prozent* (*Top-2-Antworten "Trifft (voll) zu") und ändert sich somit nur wenig. "Grundsätzlich ist eine Bereitschaft in der Bevölkerung zu erkennen, digitale Gadgets zur Optimierung der Gesundheit einzusetzen", stellt Ralf Dillmann, Partner bei BearingPoint, fest. "Die Sorge der Bürger in Bezug auf ihre persönlichen Daten und die Auswertung dieser muss weiterhin sehr ernstgenommen werden. Das Stichwort ist: Transparenz."

Überraschungsdebüt der elektronischen Gesundheitsakte

Die elektronische Gesundheitsakte, die eine sinnvolle Verbindung zwischen Patienten, medizinischen Einrichtungen, Ärzten und Apotheken schaffen soll, legt einen überraschenden ersten Auftritt in der aktuellen Studie hin. Mehr als jeder Zweite würde sie gern nutzen (53 Prozent), mehr als jeder Zehnte tut das bereits (12 Prozent). Nur 16 Prozent lehnen die Nutzung ab. Die Anzahl derer, die noch nie von der elekt-ronischen Gesundheitsakte gehört haben, ist allerdings hoch (19 Prozent).

"Diese Ergebnisse bestätigen unsere Einschätzung von Potenzialen der Smarten Gesundheit in Deutsch-land. Damit aber auch wirklich alle davon profitieren, brauchen wir Hilfestellungen für diejenigen, die noch unentschlossen oder uninformiert sind", fordert Ralf Dillmann, Partner bei BearingPoint, und emp-fiehlt mehr Aufklärungsarbeit von Wirtschaft und Politik auf Augenhöhe mit den Bürgern. "Zudem sollten deutsche Pharmaunternehmen stärker in digitale Lösungen in Verbindung mit ihren Produkten investie-ren, da ansonsten die auf den Markt drängenden Tech-Giganten ihre enorme digitale Überlegenheit aus-spielen werden."

Die gesamte Studie steht hier zum Download bereit: http://ots.de/IXozuK

Quelle: BearingPoint GmbH (ots)


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