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Stiko-Chef gegen Verschiebung der zweiten Impfung

Freigeschaltet am 12.01.2021 um 06:46 durch Andre Ott
Niederlage der Ständigen Impfkomission (STIKO) und des Robert-Koch-Institutes (RKI) vor Gericht
Niederlage der Ständigen Impfkomission (STIKO) und des Robert-Koch-Institutes (RKI) vor Gericht

Bild: Impfkritik.de / s.Bild

Thomas Mertens, Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko), lehnt eine Verschiebung der zweiten Corona-Impfdosis ab, wie es Großbritannien plant. "Durch nur eine Impfung könnten rascher gefährliche Mutationen Verbreitung finden: Aus anderen Virussystemen ist bekannt, dass Teilimmunität, die weitere Virusvermehrung zulässt, unter Umständen rascher zur Selektion von Mutanten führen kann, bei denen der Impfstoff unwirksam wird", sagte Mertens der "Rheinischen Post".

Zudem könne der Impfschutz bei nur einer Dosis rasch verloren gehen, vor allem bei Älteren, warnt der Stiko-Chef. "Hinsichtlich der Impfintervalle sind die Ergebnisse der Zulassungsstudien entscheidend. Wir wollen diesbezüglich nicht von diesen Daten und auch der Zulassung abweichen. Aus den Studien zu den beiden mRNA-Impfstoffen ist bekannt, dass die Antikörper-Antworten nach der ersten Impfstoffdosis um den Faktor 10 bis 20 niedriger ausfallen als nach der zweiten Dosis", sagte Mertens.

"Es ist zu vermuten, dass ein Rückgang der Antikörper bei deutlich niedrigerem Ausgangsniveau nach der ersten Impfung gerade bei älteren Menschen schneller zu einem abnehmenden Schutz vor Erkrankung führt als nach zwei Impfungen." Großbritannien erwägt, angesichts der Impfstoff-Knappheit zunächst nur eine Impfung vorzunehmen, um mehr Menschen mit einer ersten Dosis versorgen zu können.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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