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Intensivmediziner rechnen erst ab Sommer mit Entspannung

Freigeschaltet am 02.01.2021 um 06:56 durch Andre Ott
Würfeln, Zufall, Willkühr (Symbolbild)
Würfeln, Zufall, Willkühr (Symbolbild)

Bild: günther gumhold / pixelio.de

Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notallmedizin (Divi), Uwe Janssens, geht erst für Mitte des neuen Jahres von einer Entspannung auf deutschen Intensivstationen aus. "Ich rechne damit, dass wir erst im Sommer von einer nachhaltigen Entspannung auf den Intensivstationen sprechen können", sagte Janssens der "Rheinischen Post".

"Im ersten Quartal wird die Anzahl der Patienten mit Covid-19 sicher noch über der Marke von 4.000 liegen", sagte Janssens. Er warnte jedoch vor Unklarheiten. "Wir werden erst Ende kommender Woche in den Krankenhäusern sehen, wie stark Weihnachten zur Verbreitung von Covid-19 beigetragen hat. Die Effekte von Silvester dann noch deutlich später", sagte er. Angesichts dessen rief er Bund und Länder dazu auf, bei der Ministerpräsidentenkonferenz am kommenden Dienstag eine Verlängerung des Lockdowns zu beschließen.

"Wir Intensivmediziner raten dringend dazu, bis zu einem Inzidenzwert von unter 25 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und Woche keine Lockerungen in Aussicht zu stellen", sagte Janssens. In der Debatte um die Finanzlage der Krankenhäuser forderte Janssens mehr Klarheit. "Bund und Länder täten gut daran, den Krankenhäusern bei der Ministerpräsidentenkonferenz endlich klare Vorgaben zu machen, ab welchem Inzidenzwert der operative Betrieb eingeschränkt werden muss und in welche m Umfang." Sie müssten für eine Finanzierung der Einnahmeausfälle sorgen. "Ansonsten wirtschaftet jedes Haus weiter für sich, um die schon bestehenden Verluste auszugleichen. So lassen sich die Intensivkapazitäten aber nur schlecht koordinieren", sagte Janssens.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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