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Leben auf der Überholspur: Männer haben häufiger Unfälle

Archivmeldung vom 16.08.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.08.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

"Vergnügen sucht der Mann sich in Gefahren", dichtete einst Johann Wolfgang von Goethe und beschrieb damit die Risikobereitschaft des starken Geschlechts sehr treffend. Aktuelle Zahlen des Gesundheitsreports der Techniker Krankenkasse (TK) zeigen, dass Männner öfter von Unfällen betroffen sind als Frauen. Während von den männlichen Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 Jahren im Jahr 2009 fast jeder Zehnte einmal mit einer Verletzung, Verstauchung, Knochenbruch oder einer ähnlichen Diagnose krankgeschrieben war, entfielen auf 100 Frauen gerade einmal 6,5 Fälle.

Auch Arbeits- und Wegeunfälle offenbaren einen deutlichen Geschlechterunterschied. Sieben Prozent aller Krankheitsfehltage entfielen bei Männern auf Unfälle bei der Arbeit oder auf dem Arbeitsweg, bei Frauen waren es nur drei Prozent. "Ein Grund für die vergleichsweise hohe Unfallquote der Männer ist ihr vermehrter Einsatz bei körperlichen und potenziell gefährlichen Tätigkeiten wie beispielweise auf Baustellen", so Dr. Gabriele Oberdoerster, Ärztin für Arbeitsmedizin bei der TK.

Aber auch in ihrer Freizeit landen Männer häufiger auf der Unfallstation als Frauen. Die meisten Freizeitunfälle der Männer passieren beim Sport oder im Straßenverkehr. "Insbesondere junge Männer haben eine ausgeprägte Risikobereitschaft und neigen zu einem gefährlichen Lebensstil", stellt Oberdoerster fest. Vier von fünf Autofahrern zwischen 18 und 24, die 2008 tödlich verunglückten, waren laut Statistischem Bundesamt Männer. Gegenüber dem Jahr 2007 ist die Anzahl der Verkehrsunfälle junger Männer aber rückläufig - eventuell ein Erfolg von Präventionskampagnen im Bereich Alkohol- und Drogenkonsum und dem als "Führerschein mit 17" bekannten Modellprojekt "Begleitetes Fahren". So bleibt die Hoffnung auf weiter sinkende Verkehrsunfallzahlen des starken Geschlechts. Vielleicht trifft ja auch der Ausspruch von Friedrich Schiller zu: "Dem Mann kann geholfen werden." 

Quelle: Techniker Krankenkasse (TK)

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