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Nachlassendes Gehör: Langes Abwarten hat Folgen

Archivmeldung vom 17.01.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.01.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Menschliche Ohrmuschel
Menschliche Ohrmuschel

Foto: Wdwdbot
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Lässt das Gehör nach, sollten Betroffene frühzeitig handeln und zum Arzt gehen - um so das Hörvermögen länger zu erhalten. Denn zu langes Abwarten hat Folgen, wie das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" schreibt.

Der Gehörsinn passt sich über die Jahre an: Werden die betreffenden Nervenzellen im Gehirn nicht mehr genügend gereizt, beeinflusst das auf Dauer auch die Verarbeitung der Reize. Die Gewöhnung an das Hörgerät dauert länger. "Selbst wenn der Betroffene dann ein Hörgerät bekommt, kann er zwar wieder die Lautstärke wahrnehmen, doch das Sprachverstehen hat meist gelitten", sagt Dr. Michael Deeg vom Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte. Das Gehirn stellt sich trotz der Hörhilfe nicht spontan um. "Betroffene empfinden Geräusche mit einem Hörgerät als besonders laut und tragen es ungern und selten", berichtet Deeg. Doch das verstärkt die Negativspirale.

Hörgerät möglichst den ganzen Tag tragen

Wird hingegen das Hörgerät frühzeitig und regelmäßig getragen, kann die Sprachverständlichkeit zu fast 100 Prozent erhalten werden oder sich langsam verbessern. "Idealerweise sollte man es den ganzen Tag tragen", betont Deeg. Schon eine tägliche Nutzung von sechs Stunden zeige positive Effekte.

Quelle: Wort & Bild Verlag - Gesundheitsmeldungen (ots)


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