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Fuchsbandwurm: Infektionsgefahr sehr gering

Archivmeldung vom 22.07.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.07.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) bei einer Baumwollratte
Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) bei einer Baumwollratte

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Angst vor dem Fuchsbandwurm verunsichert viele Menschen: Darf man die leckeren Walderdbeeren essen oder im Frühjahr Bärlauch sammeln - oder fängt man sich so den gefährlichen Parasiten ein, weil daran Bandwurmeier haften? "Die Gefahr ist äußerst gering", beruhigt Professor Klaus Brehm, Experte für den Erreger an der Universität Würzburg, im Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau".

Wenn überhaupt, dann betreffe sie nur bodennahe Früchte. "Aber kein Mensch wird eine Erdbeere essen, auf die ein Fuchs gekotet hat", sagt Brehm. Zwar können die Eier des Bandwurms Monate überdauern, während der Kot schon zersetzt oder zerstäubt ist. "Aber bis das so weit ist, ist auch die Erdbeere nicht mehr genießbar." Ohnehin müsse man Hunderte von Eiern aufnehmen, um infiziert zu werden. Frisst ein Hund eine infizierte Maus, kann er zum unfreiwilligen Endwirt von Bandwürmern werden.

Deshalb sollten Herrchen und Frauchen ihren Vierbeiner regelmäßig entwurmen. Prinzipiell kann das Haustier, wenn es durch die Wiesen streift oder sich am Boden wälzt, die Bandwurmeier auch im Fell mitschleppen. In beiden Fällen gilt: Händewaschen nach dem Knuddeln oder dem Entsorgen der Hinterlassenschaften ist der beste Schutz.

Allerdings sollte man die Gefahr nicht dramatisieren. 30 Fälle der meldepflichtigen Krankheit verzeichnete das Robert-Koch-Institut 2017. Weitere Informationen zum Thema finden Leserinnen und Leser in der aktuellen "Apotheken Umschau".

Quelle: Wort & Bild Verlag - Gesundheitsmeldungen (ots)

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