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5G-Antenne erhöht Reichweite aufs Fünffache

Archivmeldung vom 08.11.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.11.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Maximidis (links) und sein Mitarbeiter Al-Rawi beim Test (Foto: Ksenia Korzun)
Maximidis (links) und sein Mitarbeiter Al-Rawi beim Test (Foto: Ksenia Korzun)

Forscher der Technischen Universität Eindhoven haben eine neue 5G-Antennentechnologie entwickelt, die auch auf lange Entfernungen höchste Datenübertragungsraten ermöglicht. "Die Antennen bündeln mehrere Funkwellen zu einem sehr schmalen, starken Radiosignal, vergleichbar mit einem Laserstrahl", sagt Ronis Maximidis, Doktorand und Mitbegründer von MaxWaves, einer Ausgründung aus der Hochschule. Dadurch steigert sich die Signalstärke um das Hundertfache. Das bedeutet, dass die Entfernung, in der das Signal aufgefangen werden kann, auf das Fünffache gesteigert wird.

Tests auf Dächern erfolgreich

Laut den Wissenschaftlern ist jedoch eine exakte Ausrichtung des Senders auf die Antenne des Empfängers nötig. "Das geschieht elektronisch, nicht mechanisch", so Maximidis. Die Antenne selbst ist unbeweglich. Kürzlich hat er das System auf den Dächern zweier Gebäude auf dem Campus in Eindhoven getestet. "Mit diesem Test haben wir gezeigt, dass das Konzept auch außerhalb des Labors aufgeht." Als nächstes will er mit seinen Mitarbeitern einen seriennahen Prototypen bauen. "Unser Ziel ist es, selbst die entferntesten Winkel der Erde mit 5G und dem noch leistungsfähigeren Nachfolger 6G zu versorgen."

Im kommenden Jahr, so Experten, beginnt der flächendeckende Aufbau eines 5G-Netzes. Anfangs sollen relativ niedrige Frequenzen genutzt werden. Ziel ist es jedoch, immer höhere Frequenzen einzusetzen, weil die Übertragungsrate mit steigender Frequenz größer wird. Maximidis denkt an 26 Gigahertz. Das 4G-Netz erreicht gerade einmal untere Gigahertz-Bereiche. Für die Verbindung der Basisstationen seien sogar 80 Gigahertz nötig.


Quelle: www.pressetext.com/Wolfgang Kempkens


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