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Kölnische Rundschau: zu Israel/iraische Drohne

Archivmeldung vom 12.02.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.02.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott

Raimund Neuß zur Drohnen-Affäre So funktioniert die Logik der Eskalation: Eine nach israelischen Angaben iranische Drohne dringt von Syrien her in den israelischen Luftraum ein, es erfolgt ein harter Gegenschlag, Syrien schießt eines der beteiligten israelischen Flugzeuge ab, Israel führt weitere Vergeltungsschläge.

Israels Darstellung ist nicht überprüfbar, aber das Dementi der von Teheran gesteuerten Milizen in Syrien ist dünn. Wer immer das Fluggerät startete, musste wissen, was er mit seiner Provokation auslösen würde: Eine militärische Konfrontation zwischen Israel und Syrien in einem Ausmaß, das es seit Beginn des syrischen Bürgerkrieges 2011 nicht gegeben hatte. Israel hat zwar gelegentlich Angriffe geflogen, aber darauf geachtet, nicht in den Syrien-Krieg hineingezogen zu werden. Man kann nur hoffen, dass hinter aller israelischer und US-amerikanischer Rhetorik noch genug Rationalität waltet, um bei diesem Kurs zu bleiben.

Feiern können jetzt Hardliner im iranischen Regime, deren Ziel es ist, den Konflikt mit Israel anzuheizen. Der Drohnenflug passt in ihr Kalkül. Die Politik von US-Präsident Donald Trump, der Entspannungsbemühungen im Zuge des Atomabkommens nicht honoriert, hat ihnen in die Hände gespielt - auch innenpolitisch. Nun haben sie einen Vorwand mehr fürs Niederknüppeln jener Reformer, die ein Ende der iranischen Dauerzündelei am Ostufer des Mittelmeers fordern.

Quelle: Kölnische Rundschau (ots)

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