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Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Bestechungsvorwurf bei der Fifa

Archivmeldung vom 01.12.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.12.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Solange alles in der Familie bleibt, ist es nicht schlimm. Sportagentur schmiert Sportfunktionär. Auf diese Weise lässt es sich prächtig nachhelfen, wenn es etwa um Fernseh-, Werbe- und Vermarktungsrechte geht. Oder um den ein oder anderen Kontakt von Bedeutung bei der WM-Vergabe.

Die Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 werden morgen in Zürich verkündet. Seitdem nun die nächsten Vorwürfe von Bestechlichkeit auf dem Tisch liegen, gibt es die Forderung, die Veranstaltung abzublasen. Das verpufft im Nichts. Alles kalter Kaffee, sagt die Fifa zu den Enthüllungen dieser Woche. Ein paar Bauernopfer hat sie schon vorher gebracht. Jetzt schwimmen aber die dickeren Fische im Teich, da wird die Sache schon schwieriger. Und als schonungsloser Aufklärer tat sich Fifa-Chef Sepp Blatter bisher noch nie hervor. Der Schweizer operiert gern mit seiner ganz eigenen Version der Wahrheit. Es ist das System, das sich selbst nicht kontrolliert und so von kleinen Taschenspielertricks bis zu großen Gaunereien alles ermöglicht. Wettbetrug, Doping, Stimmenkauf, und was es sonst noch gibt. Es lebe der Sport!

Quelle: Westfalen-Blatt

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