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Warum kein aktueller Lehrstuhlinhaber für Polonistik oder dt.-poln. Geschichte die heutige polnische Politik kommentiert?

Archivmeldung vom 20.10.2007

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.10.2007 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

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Nachfolgend ein Leserkommentar zu unserer gestrigen Meldung mit der Überschrift: Historiker Fritz Stern sieht in Polen Rückfall in "entsetzliche nationalistische Politik der Zwischenkriegszeit".

Die politische Korrektheit erweist sich wieder einmal als ein Hemmnis für wissenschaftliche Erörterung/Kommentierung heutigen Geschehens, bisher wagte kein wichtiger deutscher Wissenschaftler oder herausragender Politiker die derzeitige polnisch-chauvinistische Regierung zu kritisieren.

Prof. Fritz Stern hat natürlich "vollinhaltlich" recht, wenn er die Absurditäten bzw. nationalistisch-chauvinistischen Fehlleistung der Kaczynski-Brüder mit dem Zwischenkriegsregime des Marschalls Riz-Smygli bzw. seines alkoholkranken Außenministers Beck Josef vergleicht, eine ähnliche Hybris der damals wie heute Verantwortlichen in Polen! Eine sehr ähnliche Feindseligkeit gegenüber Deutschland und den Deutschen, obwohl man damals sich an den Nichtangriffspakt zwischen Hitler-Deutschland und dem Vorgänger-Regime des Marschalls Josef Pilsudski "zu halten" hatte, ebenso lassen die Kaczynski-Brüder heute die bedeutende Hilfe der Deutschen für Polen in die EU und Extra-Zahlungen seitens Deutschland an Polen oder den "endgültigen Verzicht" auf die östl. Oder-Neiße-Gebiete außer Acht! Herrn Prof. Stern, der ja in Breslau geboren wurde, ist für seine Äußerung zu danken. Warum aber um Gottes und der Wahrheit willen kein deutscher aktueller Polonist oder Geschichtslehrer diese Kommentierung sich vorzunehmen erlaubt, kann nur mit dem mehr als repressiven Moment in der Meinungsfreiheit in Deutschland vermutet werden, aus kollektiver "Schuld" wegen Hitler- Deutschlands Verbrechen traut sich kein Mensch mehr, Wahrheiten oder Feststellungen über Nachbarstaaten als das zu bezeichnen, was sie sind: Ausdruck von Deutschenhaß! Wie leicht ist es dagegen zum "Kampf gegen Fremdenhaß, gegen Rassismus" aufzurufen, wenn sich dieser "Kampf" nur gegen Deutsche richtet, die angeblich immer noch diesem frönen! Allein die Feststellung, daß es auch Haß gegen Deutsche gibt, ist dagegen schon verpönt, wäre politisch unkorrekt. Da kann man wirklich nur sagen: armes Deutschland!

Leserkommentar von Karl-P. Schlor

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