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ExtremNews wünscht frohe Weihnachten 2013

Archivmeldung vom 24.12.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.12.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: pixabay.com
Bild: pixabay.com

Die Redaktion von ExtremNews wünscht allen Lesern, Medienkollegen sowie deren Familien ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest. Aufgrund der großen Beliebtheit haben wir auch in diesem Jahr, als Geschenk für Sie, wieder ein Weihnachtsgedicht schreiben lassen. Viel Spaß beim Lesen der nachfolgenden Zeilen.

W e i h n a c h t s g e s c h e n k e

Schaut man sich den Kalender an,
bekommt man einen Schreck sodann.
Das Weihnachtsfest, in ein paar Tagen,
und jedes Jahr die gleichen Fragen:
Was wünscht du dir vom Weihnachtsmann,
uns was man selbst verschenken kann.

Wen alles muss ich denn beschenken,
versuche meinen Geist zu lenken,
wer war zu mir besonders freundlich,
denn den beschenke ich ganz reichlich!
Und wer hat mich zu sehr gekränkt,
denn der bekommt auch nichts geschenkt.

Frau, Kinder, Oma, Opa, Onkel und Tanten,
ach Gott, die allzu vielen Anverwandten,
die alle ein Präsent erwarten -
das kostet Geld, auch vom Ersparten -.
Wenn man sich nichts besonderes ausdenkt,
bekommt man´s im nächsten Jahr zurück geschenkt.

Von Geschäft zu Geschäft rase ich durch die Stadt,
so langsam werde ich müde, bin ganz schön platt,
sehe überall nur gehetzte Gesichter,
im grellen Schein der Weihnachtslichter.
Vielen steht die Ratlosigkeit ins Gesicht geschrieben,
auch sie wissen nicht, was sie schenken ihren Lieben.
Weihnachtslieder und Werbung plärren mir ins Ohr,
irgendwie komme ich mir deplatziert vor.

Genervte Verkäuferinnen an allen Orten,
rempelnde Menschen, wie wilde Horden.
Im Kaufhaus Klamotten, beim Juwelier einen Ring,
Geschenke kaufen ist grad` nicht mein Ding.
Die Gedanken im Kopf werden leerer und leerer,
die Beine dafür immer schwerer und schwerer !

Überall wird man nach Größen gefragt,
zwischen 1,60 m und 1,90 m antworte ich ganz verzagt,
wissen tue ich es nicht so genau,
ich hab sie nicht gemessen, den Sohn und die Frau.
Die Verkäuferin funkelt ganz böse mich an,
und denkt dabei, na ja, typisch Mann.

Da seh` ich ein Schild „Dessous zum Vernaschen“,
ich denk so bei mir, wollen die dich verarschen?
Unterwäsche, getragen an ein paar Tagen,
sind aber nichts für meinen empfindlichen Magen.

Die Verkäuferin hält mir `nen BH vors Gesicht,
mit Rosen und Spitzen, was ein Gedicht,
den können sie ihrer Frau doch schenken,
das kommt gut an, hab keine Bedenken.
Mit rotem Kopf und total verlegen,
tu ich mich ganz schnell von der Stelle bewegen.

Plötzlich zerrt eine Frau mich energisch am Arm,
ich schau ganz verdutzt, mir wird es ganz warm,
kommen sie mit, ruft sie sodann,
so ein kleiner Dicker wie sie, so ist auch mein Mann.
Ziehen sie die Hose und die Jacke mal an, ruft sie in Hast,
ich will einmal sehen, ob meinem Mann das auch passt.

Genervt ergreife ich ganz schnell die Flucht,
beschließe, nach Geschenken wird nicht mehr gesucht.
Gezielt laufe ich zum Weihnachtsmarkt hin,
nach einem heißen Glühwein steht mir der Sinn,
noch ein Brötchen und eine Bratwurst dazu,
so langsam komme ich wieder zur Ruh`.

Wie ich so zufrieden am Glühweinstand steh,
die Gesichter meiner Lieben vor meinem geistigen Auge so seh,
beschließe ich nach dem 5. oder 6. Glas Glühwein,
die Schenkerei lasse ich in diesem Jahr ganz sein !
Den Kommerz, die Werbung und den ganzen Trara,
das ignoriere ich ab sofort in diesem Jahr.

Besinne mich auf Weihnachten und dessen eigentlichen Sinn,
und denke, das wäre für uns alle ein Gewinn.
Wenn weltweit Einigkeit und Liebe einziehen,
niemand vor Verfolgung und Kriege müsste fliehen,
alle Völker wären friedlich vereint,
kein Kind mehr, das vor Hunger jämmerlich weint.

Mit mir ganz zufrieden marschier` ich nach Hause,
mach an der Bank noch ganz kurz `ne Pause,
und für mein ganzes Weihnachtsgeld,
mach` ich `ne Spende für „Brot für die Welt.“
Der Geschenkestress ist von mir abgefallen,
glücklich lasse ich mich zuhause in meinen Sessel fallen.
Die Frage, ob mein Einkaufsbummel erfolgreich war,
beantworte ich mit einem überzeugten Ja.

Dann kommt der Weihnachtabend herbei,
und mit ihm, wie üblich, die Schenkerei.
Gespannt wartet die ganze Familie darauf,
auf die Geschenke, die es jedes Jahr gab zu hauf.

Den Spendenbeleg, ich hatte ihn vorher groß fotokopiert,
hielt ich ihn die Höhe, so ganz ungeniert,
das ist mein Geschenk für alle im Raum,
strahlte dabei um die Wette mit dem Weihnachtsbaum.
Betreten schauten alle mich an,
ein jeder es nicht so recht glauben kann.
Ist er dement, oder vielleicht schon ganz wirre,
so manchmal war er schon seltsam und irre.

Ein Spaß kann es doch wohl nur sein,
bestimmt holt er gleich die Geschenke herein,
doch so langsam begreifen es alle sodann,
er kommt nicht wie sonst, der Weihnachtsmann.
Enttäuschung macht sich im Raume breit,
in der ach so festlichen Weihnachtszeit.

Ich wusste nicht was ich schenken sollte,
und was ein jeder von mir haben wollte,
denn eigentlich hat ein jeder doch schon alles,
und im Falle eines Falles,
schenkt man einfach nur dazu,
damit man an Weihnachten hat seine Ruh`.
Artig sagt man dann „Oh, wie schön“.
Quetscht noch heraus ein Dankeschön.
In Wirklichkeit denkt man Mann o Mann,
was fang ich jetzt bloß mit dem Kitsch hier an.

So hab` ich mir halt ausgedacht,
wie man es einfach besser macht.
So setzte ich meine Rede fort,
an diesem feierlichen Weihnachtsort.
Uns geht es gut, wir können nicht klagen,
haben alles was man braucht, auch für den Magen.
Doch viele andere auf der Welt,
haben nichts zu essen, geschweige denn Geld.

Menschlichkeit und Zufriedenheit,
passen gut in diese Weihnachtszeit.
Anderen eine Freude zu bereiten,
das passiert zu selten in unsern Zeiten.
Um uns herum herrscht tiefste Not,
es fehlt an allem, selbst einem Stück trockenem Brot.

Ich habe das Geld für die Armen gespendet,
in der Hoffnung, dass sich ihr Schicksal zum Guten hinwendet.
Die Spendenquittung, die ich groß hab` kopiert,
den leeren Gabentisch jetzt ziert.
Doch so zufrieden wie in diesem Jahr,
ich vorher noch nie an Weihnachten war.
Wenn man Glück und Liebe mit anderen teilen kann,
ist es das schönste Geschenk vom Weihnachtsmann.

Nordstrand, 10.12.2013 Karl-Heinz Schmitt, ein Hesse an der Nordsee

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