Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Meinungen/Kommentare "nd.DerTag": Weg nach Europa ist noch weit - Kommentar zum EU-Ukraine-Gipfel in Kiew

"nd.DerTag": Weg nach Europa ist noch weit - Kommentar zum EU-Ukraine-Gipfel in Kiew

Archivmeldung vom 03.02.2023

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.02.2023 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Mary Smith

Der Beitritt zur EU wird für die Ukraine auf absehbare Zeit ein Traum bleiben. Präsident Wolodymyr Selenskyj ist Realist und weiß das. Für ihn sind freundliche Worte von Brüsseler Spitzenpolitikern trotzdem von großer Bedeutung. Er braucht sie, um seine Politik zu legitimieren. Viele Ukrainer versprechen sich von der Hinwendung zum Westen, dass sie eines Tages ähnliche Chancen auf Wohlstand haben wie die Mittel- und Oberschichten in den Staaten der EU. Der Weg dorthin ist seit dem Krieg noch länger geworden. Aber Selenskyj hat der EU zumindest ein paar Ankündigungen abgetrotzt.

Die russischen Angriffe sind das größte, aber nicht das einzige Problem des Landes. Kurz vor dem Besuch von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Kiew wurden öffentlichkeitswirksam unter anderem die Häuser des Milliardärs Ihor Kolomojskyj und des früheren Innenministers Arsen Awakow durchsucht. Damit wollte die Regierung in Kiew ein Signal in Richtung Brüssel senden, dass sie Korruption und mafiöse Strukturen bekämpft. Kolomojskyj stand einst Selenskyj nahe und hatte dessen Wahlkampf unterstützt. Was genau hinter den Maßnahmen steckt, ist noch unklar. Sicher ist lediglich, dass sich ukrainische Oligarchen seit Jahren bekriegen und entweder selber in der Politik mitmischen oder Vertraute dort ihren Willen ausführen.

Nichtsdestotrotz lobte von der Leyen das jüngste Vorgehen der ukrainischen Behörden gegen Korruption. Aus Sicht der EU ist es eminent wichtig, dass in diesem Bereich etwas passiert, um das Investitionsklima zu verbessern, von dem westliche Unternehmen profitieren sollen. Die EU bemüht sich schließlich nicht aus altruistischen Motiven um die Ukraine.

Quelle: nd.DerTag / nd.DieWoche (ots)

Videos
Daniel Mantey Bild: Hertwelle432
"MANTEY halb 8" deckt auf - Wer steuert den öffentlich-rechtlichen Rundfunk?
Mantey halb 8 - Logo des Sendeformates
"MANTEY halb 8": Enthüllungen zu Medienverantwortung und Turcks Überraschungen bei und Energiewende-Renditen!
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:
Schreiben Sie bitte anhand in folgendes Feld um den Spam-Filter zu umgehen

Anzeige