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Etikettenschwindel der Lebensmittelkonzerne?

Archivmeldung vom 14.11.2007

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.11.2007 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

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Nachfolgend ein Leserkommentar zur Meldung "Etikettenschwindel der Lebensmittelkonzerne?" vom 13.11.2007.

Um den Bereich der Lebensmittel, deren Gesundheit und Inhalten kusieren eine Menge Gerüchte und Halbwahrheiten. Foodwatch macht dies nicht besser, indem sie sich der selben Mittel bedienen. Der Konsument weiß nicht mehr wem er glauben soll. Obwohl die Antwort nahe liegt: Seinem eigenen Verstand.

Vor ein paar Tagen hat Foodwatch eine interessante Internetseite eröffnet: „abgespeist.de“ Dort wird propagiert, dass bestimmte Lebensmittelhersteller Unwahrheiten auf ihre Produkte schreiben, um die Verbraucher irre zu führen. Das entspricht nicht unbedingt der Wahrheit! Wenn es wirklich falsch etikettiert wäre, könnte man es den Betrieben gerichtlich untersagen!

Die Lebensmittelindustrie nutzt die Naivität aber vor allem das Desinteresse der Verbraucher aus. Aber das ist legal, vom Konsumenten selbst verschuldet und verstößt gegen kein Gesetz. Und wenn der Kunde nicht die Inhaltsangaben liest, kann man dies nicht ändern. Man lebt ja davon, dass ist das Motto nicht nur in dieser Branche. Nebenbei wie erwähnt auch nicht strafbar.

Hier ein Beispiel für den Unterschied zwischen der Beschreibung des Herstellers und den Argumenten von Foodwatch:

„Kinderriegel sorgt für eine gute Versorgung mit Milch.“

Was ist eine gute Versorgung mit Milch? In keinem Gesetzbuch steht was eine gute Versorgung ist. Es existieren für derartige Werte keine Richtlinien.

Hier kommt Foodwatch ins Spiel. Die Tester gehen für sich vom Tagesverbrauch aus, der natürlich nicht erreicht wird. Das wird aber vom Hersteller auch nirgendwo behauptet. Mit keinem Wort. Man sagt nur: „Unser Produkt sorgt für eine gute Versorgung mit Milch“. Kein Wort von: „Unser Produkt deckt ihren Tagesbedarf!“ Also bedient sich Foodwatch derselben Halbwahrheiten welcher sie die Lebensmittelhersteller beschuldigt.

Oder bei Frucht Tiger, Originalzitat Foodwatch: „Und die Zitronensäure darin ist ein chemisch hergestellter Zusatzstoff (E330)* und alles andere als „gesund“, denn sie greift Zähne stark an und erleichtert die Aufnahme von Schwermetallen.“ Ob natürlich oder chemisch, Zitronensäure ist nun einmal eine Säure. Nicht umsonst bestehen die meisten Reinigungsmittel entweder aus einer Essig- oder eben einer Zitronenbasis. Und in dieser geringen Menge richtet sie keinen Schaden an. Zitronensäure bindet außerdem Schwermetalle und macht sie dadurch unwirksam. Aber über dieses interessante Detail hüllt man den Mantel des Schweigens.

Über die ernährungstechnischen Nachteile der auf dieser Seite beschriebenen Nahrungsmittel braucht man nicht streiten. Die sind alle mehr oder weniger ungesund. Aber kein Gesetz verpflichtet eine Firma groß vorne drauf zuschreiben, dass ihre Produkte zu viel Fett oder zu viel Zucker enthalten? Warum sollte man es also an die große Glocke hängen? Man will doch sein Produkt verkaufen. Und jede Firma, übrigens auch jede Privatperson, die etwas verkaufen will hat das Recht sich selbst oder seine Produkte positiv zu bewerben. Und das solange die Werbeslogans etc. der Wahrheit entsprechen. Deswegen werben z.B. Produkte die viel Zucker und kein Fett enthalten mit dem Begriff: „Fettfrei!“ Das ist keine Lüge, sondern entspricht der Wahrheit. Wenn der Verbraucher sich allerdings die Mühe macht auf der Rückseite die Liste der Inhaltsstoffe durchzulesen würde er merken, dass das „fettfreie“ Produkt eine Menge ungesunden Zuckers enthält und er auf diese Weise dennoch ein mit Kalorien voll gestopftes Produkt bekommt. Eine Medaille hat eben immer zwei Seiten, wenn man sie nicht wendet ist man dafür selbst verantwortlich.

Aber solche Dinge kann jeder Verbraucher selbst für sich auf der Rückseite der Produkte lesen. Diese Sachen stehen Heute schon auf den Produkten. Auch wenn Foodwatch suggeriert, dass dies eben nicht auf den Erzeugnissen steht. Und nicht nur für Fachleute ist dies erkennbar. Zwar enthält die Zutatenliste wenn möglich Fremdwörter, zugegeben um es dem Verbraucher zu erschweren die wahren Inhaltsstoffe zu erkennen. Aber die Nährwertangaben sind zweifelsfrei. Und für jeden verständlich. Aber der Verbraucher muss sie auch lesen. Und niemand kann behaupten er wurde von einem Produkt getäuscht. Ein Großteil der Menschen, die so argumentieren, kaufen Produkte ohne sich die Zutatenangabe oder die Nährwertangabe durchzulesen. Die meisten greifen im Supermarkt einfach ins Regal ohne Nachzudenken. Man müsste die Verbraucher vor sich selbst schützen und sie besser schulen. Aber den Firmen kann man das nach gültigem Recht nicht in die Schuhe schieben. Foodwatch sollte nicht gegen die Firmen kämpfen, sondern lieber dafür Sorge tragen, dass die Verbraucher mündiger und aufmerksamer werden um sich selbst zu schützen.

*E330: Komplexbildner, der mit Melallionen chemische Komplexe bilden und diese unwirksam machen kann.


Leserkommentar von H. Haberkorn

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