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Südwest Presse zum Thema Straßenschäden

Archivmeldung vom 31.12.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.12.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Schlagloch-Alarm in einer der führenden Industrienationen? Bröckelndes Bitumenkies und Holperpisten selbst im reichen Südwesten? Oder ist mal wieder alles Übertreibung? Nein, die Probleme mit dem Unterhalt zerbröselnder Straßennetze sind durchaus real - und das nicht nur in den finanziell gebeutelten Kommunen. Wenn nach zwei harten Wintern quasi der Straßen-Notstand droht, zeigt das auch die Schattenseiten eines deutschen Erfolgsmodells.

Andere Länder sind mit ihrer Infrastruktur stark auf einige wenige städtische Zentren zugeschnitten, in deren Hinterland sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Deutschland hingegen hat sich stets über im Grundgesetz fixierte "gleichwertige ebensverhältnisse" und eine dezentrale Wirtschaft definiert. Dazu gehört eine flächendeckende, moderne Infrastruktur - und ein Straßennetz, das seinesgleichen sucht. Doch der Erhalt des Netzes über Jahrzehnte ist teuer. Hinzu kommt, dass im Kompetenz-Wirrwarr zwischen Bund, Ländern und Kommunen das Geld nicht immer da eingesetzt wird, wo es am dringendsten benötigt wird. Wenn schleichender Verfall kein Dauerzustand werden soll, kann die Konsequenz nur sein, sich bei Investitionen mehr auf wichtige Verkehrsadern und Zentren zu konzentrieren. Schon der Aufbau Ost hat gezeigt, dass all die neuen Straßen vor allem zur Landflucht gen Westen genutzt wurden. Das Prinzip Gießkanne hat ausgedient.

Quelle: Südwest Presse

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