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Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Pflegeteilzeit

Archivmeldung vom 05.03.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.03.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Familienministerien Kristina Schröder hat Pläne zur Teilzeitpflege vorgestellt und es scheint so, als hätten alle, die der 32-Jährigen sowieso nicht über den Weg trauen, nur darauf gewartet, sie in die Pfanne zu hauen. Dabei hat die Ministerin zunächst mal nichts gemacht außer einem Vorschlag. Dass der nachgebessert werden muss, ist klar.

Aber das dürfte in der Politik üblich sein. Und mit der Ankündigung, es werde ein Versicherungsmodell geprüft, falls der Pflegende nicht wieder in den Beruf einsteigt, ist ein Anfang gemacht. Kritiker sagen, dass vor allem Frauen durch das Modell den beruflichen Anschluss verlören. Aber es sind nun mal derzeit überwiegend Frauen, die pflegen. Und natürlich ist es schwer vorstellbar, Karriere zu machen und gleichzeitig seine kranken Eltern zu pflegen. Doch das ist nur ein Grund mehr, über die Pflegeteilzeit zu diskutieren und die Idee nicht im Keim zu ersticken. Abgesehen davon hat sich vor ein paar Jahren auch keiner vorstellen können, dass Väter eine Auszeit im Beruf nehmen, um ihre Kinder zu erziehen. Die Ministerin hat also das Recht, ernst genommen zu werden.

Quelle: Westfalen-Blatt

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