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Neue OZ: Passiert ist viel zu wenig

Archivmeldung vom 24.10.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.10.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Wie lange wollen die NATO und vor allem der US-Präsident noch warten, zögern und streiten? Wenn der Westen in Afghanistan kein Debakel erleben will, dann bleibt ihm nur eins: eine schnelle Kehrtwende der Strategie.

Dafür müssen klare und zügige Entscheidungen getroffen werden. Zeit fürs Philosophieren, Grübeln und Zögern gibt es längst keine mehr. Wir schreiben schließlich das achte Jahr des blutigen und frustrierendes Einsatzes. Und die Taliban sind so stark wie nie zuvor seit dem Einmarsch, der stümperhaft umgesetzt wurde.

US-General McChrystal, aber auch deutsche Offiziere wissen, wie sehr sich die Regierungen der NATO-Mitgliedsstaaten getäuscht und die Herausforderung Afghanistan sträflichst unterschätzt haben.

Schon vor drei Jahren hatten deutsche Militärs in Kabul die Zahl benötigter Sicherheitskräfte auf mindestens 164 000 Soldaten beziffert, die der Ausbilder für die afghanische Polizei und Armee auf mehrere Tausend. Auch forderten sie einen stärkeren zivilen Aufbau. Nur: Passiert ist viel zu wenig. Dass Obama immer noch keine Strategie vorgelegt hat, ist daher um so beunruhigender. McChrystal hatte zusätzliche 40 000 Soldaten angefordert. Viele NATO-Staaten reden aber nur noch über Abzug.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

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