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Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Deutschen Bahn

Archivmeldung vom 28.12.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.12.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Nicht nur zur Weihnachtszeit, auch sonst sind Verspätungen oder Zugausfälle ein Ärgernis für alle Kunden. Manchmal ist höhere Gewalt im Spiel. Dann lohnt sich die Aufregung nicht. Meistens aber ist es schlicht das Wetter, das ICE und Nahverkehrzüge landesweit ausbremst - mit nicht absehbaren Folgen für die Volkswirtschaft.

So kann es nicht weitergehen. Es wird höchste Zeit, dass die Deutsche Bahn die Hitze im Sommer, das Laub im Herbst sowie Eis und Schnee im Winter in ihre Planungen für einen funktionierenden Zugbetrieb einbezieht. Vereiste Weichen, Triebwagenprobleme, fehlende Züge - es reicht! Wenn dann selbst Bahnchef Rüdiger Grube frustriert den Bürgern empfiehlt, auf eine Bahnreise lieber zu verzichten, ist über den Zustand der Bahn alles gesagt. Die Bahn ist dabei, ihren Kredit endgültig zu verspielen. Handeln muss der Staat als Eigentümer. Handeln müssen die Politiker. Es war falsch, bei der Wartung etwa der Weichen zu sparen. Und es ist falsch, nahezu keine Zug-Reserven vorzuhalten. Damit Bahnfahren wieder Spaß macht, muss kräftig investiert werden. Und zwar schnell.

Quelle: Westfalen-Blatt

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