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Neue Westfälische (Bielefeld): Neues Gesetz zu Legebatterien offenbart noch Schwächen

Archivmeldung vom 29.12.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.12.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Gute Nachricht zum Jahresauftakt: Legebatterien für Hennen werden europaweit endlich verboten. Doch zu dieser guten Nachricht gesellen sich mehrere schlechte. Zum einen ist ab dem neuen Jahr keineswegs Schluss mit kleinen Käfigen. Auch auf 750 Quadratzentimetern "Wohnfläche" hat ein Huhn nur wenig Platz und ist praktisch zum Stillstand gezwungen.

Zum Vergleich: Ein Blatt DIN-A4-Papier oder eine Langspielplatte sind ähnlich groß wie die ab Januar geltenden EU-Mindestanforderungen an die Käfigflächen. Zum anderen sind Legebatterien zwar seit 2010 in Deutschland verboten. Aber fast die Hälfte aller EU-Staaten hat die Legehennen-Vorgaben aus Brüssel - die immerhin aus dem Jahr 1999 stammen - in den vergangenen knapp dreizehn Jahren nicht in Gesetze gegossen. Die Massentierhaltung auf engstem Raum hält in Europa also an. Doch bevor wir Verbraucher jetzt wütend werden, auf "Brüssel" schimpfen, sollten wir erst mal tief durchatmen. Und dann daran denken, dass wir mit unseren Kaufentscheidungen viel bewegen können und mitverantwortlich sind, wie Tiere gehalten werden - und mit welcher Nahrung sie gefüttert werden. Denn niemand kann uns zwingen, zu einem Ei zu greifen, das von einer Henne in einem viel zu kleinen Käfig gelegt wurde.

Quelle: Neue Westfälische (Bielefeld) (ots)

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