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WAZ: Ablenkungsmanöver

Archivmeldung vom 10.12.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.12.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Die Idee der Bayern, Baden-Württemberger, Sachsen und Sachsen-Anhaltiner, ihre Abituraufgaben grenzüberschreitend abzustimmen, ist so neu nicht. Erklärtes Ziel: Der höchste deutsche Schulabschluss soll für echte Bildungsqualität bürgen. Und da die Länder im Süden und Südosten bei innerdeutschen Leistungstests regelmäßig führend waren, wollen sie nun offenbar Standards setzen - ihre Standards.

Der Rest der Republik könne sich gern anhängen, heißt es. Warum kommt dieser Vorstoß gerade jetzt? Seit 2008 arbeiten Wissenschaftler im Auftrag aller 16 Kultusminister an bundesweit einheitlichen Standards für zentrale Abi-Fächer. Treibt die innerdeutschen Pisa-Sieger tatsächlich die Sorge vor Qualitätsverlust? Oder eher die Erkenntnis, dass ihre Spitzenwerte auf wackeligen Füßen stehen? Fakt ist: Für den deutschen Aufstieg im weltweiten Pisa-Ranking sind nicht die exzellenten Lerner zuständig. Deren Anteil blieb über neun Jahre fast unverändert - zeitgleich hat sich der Anteil der schwächsten Schüler fast halbiert. Es lohnt sich also sehr, zu gucken, was falsch läuft in den Gymnasien. Nur: Aktivismus à la Bayern ist keine Analyse, sondern ein Ablenkungsmanöver.

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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