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Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) schreibt über die Diskussion in den USA über den Völkermord an Armenier

Archivmeldung vom 12.10.2007

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.10.2007 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Der Völkermord an Armeniern, Griechen und Aramäern im Osmanischen Reich 1894/1895 und 1909, aber ganz besonders von 1915 bis 1918 ist historisch unstrittig. Dennoch ist der Tatbestand bis heute ein heißes Eisen. Dabei ist es unerheblich, ob die Opferzahl 1,5 Millionen beträgt, wie zuverlässige Quellen besagen, oder »nur« etwa die Hälfte. Ein Genozid ist es so oder so.

Dreist, verlogen und höchst menschenverachtend ist die Haltung der türkischen Regierung, die nicht einmal in die übliche Zahlendebatte einsteigt. Sie leugnet schlicht den gesamten Vorgang. Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül stellt sich mit seinen Behauptungen völkerrechtlich in das gleiche Abseits wie die frühere türkische Ministerpräsidenten Tansu Ciller, die noch in den 1990er Jahren behauptet hatte, es gebe keine Kurden in der Türkei.
Kaum besser als die Haltung Ankaras ist die des US-Präsidenten. Um den Verbündeten nicht zu verärgern und den Kampf gegen den Terror führen zu können, gibt sich George Bush genauso blind. Gut, dass der Auswärtige Ausschuss des Repräsentantenhauses die historische Wahrheit wieder über die Staatsräson rückt. Denn für Bush wie Gül gilt: Unrecht bleibt Unrecht.

Quelle: Pressemitteilung Westfalen-Blatt


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