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WAZ: Die Frechheiten von ARD und ZDF

Archivmeldung vom 05.08.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.08.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Es ist eine Frechheit, dass man die öffentlich-rechtlichen Sender praktisch zwingen muss, ihre Kostenstrukturen nach und nach offenzulegen. Dabei leben sie vom Geld der Gebührenzahler. Wie blasiert muss man sein, um zu glauben, man wäre denen keine Rechenschaft schuldig? Der neue ARD-Chef hat mehr Transparenz versprochen, es klingt geradezu gönnerhaft. Man kann darüber streiten, ob der WDR-Intendant 100000 Euro mehr verdienen muss als die Kanzlerin.

Ärgerlich aber sind die jetzt bekanntgewordenen Nebenverdienste, die sich in zahllosen Tochtergesellschaften und Gremien abschöpfen lassen. Wenn die Sender jetzt auf die Bremse treten, dann eher aus Imagesorgen als aus Überzeugung. Ulrich Wilhelm, Intendant des Bayerischen Rundfunks, hat auf die Zusatzeinnahmen übrigens verzichtet. Geht doch. Es hat trotzdem für drei Mahlzeiten am Tag gereicht.

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung (ots)

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