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Rheinische Post: Europa braucht Führung

Archivmeldung vom 17.12.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.12.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Man muss nicht Helmut Schmidt heißen, um so wie der Weise aus Hamburg-Langenhorn über ein Defizit an Führungspersönlichkeiten in Europa mit Sinn für die großen Fragen der Zeit zu grübeln. Der Abstieg von Persönlichkeiten mit historischem Gardemaß zu solchen mit Trippelschritt-Habitus wird an französisch-deutschen Paarungen deutlich: de Gaulle/Adenauer - Giscard/Schmidt - Mitterrand/Kohl - und nun - ach, Europa! - Sarkozy/Merkel.

Die letzte raumfüllende Europa-Rede aus deutschem Mund wurde von Außenminister a.D. Joschka Fischer in der Berliner Humboldt-Universität gehalten. So wie ein südamerikanischer Bischof seinen Hamburger Amtsbruder Werner Thissen fragte, warum sich die Europäer nicht entschiedener zu ihren christlich-abendländischen Wurzeln bekennen, so muss man fragen: Wo sind in den EU-Kernländern Frankreich und Deutschland die glühenden Europäer, die andere, Jüngere vor allem, mit der großen Idee begeistern wollen und können? Fischer, der schon die europapolitische Wurschtigkeit seines Kanzlers Schröder schwer ertrug, mahnte Merkel nicht zu Unrecht, ihr Rendezvous mit der Geschichte nicht "zu versemmeln". Fischer fehlt die historische Ausbildung, aber nicht die Leidenschaft für Geschichte. Beides vermisst man bei der Physikerin Merkel.

Quelle: Rheinische Post

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