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Neue OZ: Gesetze bringen keine Lösung

Archivmeldung vom 13.12.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.12.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Der Anschlag in Stockholm bestätigt, was zu befürchten war: Europäische Metropolen sind selbst dann nicht sicher, wenn sie in vermeintlich friedliebenden Ländern liegen. Einige Karikaturen und wenige Hundert schwedische Soldaten in Afghanistan reichten dem Fanatiker allem Anschein nach, um in der Innenstadt erst ein Auto und dann sich selbst in die Luft zu sprengen.

Der Vorfall bestätigt aber ebenfalls, dass es irreal ist zu glauben, mit einem Maximum an Gesetzgebung und Überwachung jedes Terrorrisiko ausschließen zu können. Für Deutschland gilt das auch. Ein Staat, der sich für einen Krieg in fremden Ländern gegen Terrorismus, aber auch für Demokratie und seine Sicht der Dinge entscheidet, muss damit rechnen, dass es Widerstand gibt - vor Ort und auch auf eigenem Boden. Er muss bereit sein, dies zu erleben und auszuhalten. 

Wenn sich, wie jetzt in Schweden, ein Dilettant aus der Provinz aufmacht und zum Anschlag entschließt, wird er Benzin, Nägel und etwas Sprengbares schon irgendwo auftreiben. Die bessere Vorbeugung als jedes Sicherheitsgesetz bleibt daher, den eigenen Kampf im Ausland aufs Minimum zu beschränken, Art und Grundsätze militärischer Aktionen immer wieder zu erklären sowie einzuhalten und den Anschein von Überheblichkeit sowie räumlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Imperialismus zu vermeiden. Das ist der beste, wenn nicht einzige nachhaltig erfolgversprechende Weg zum Frieden.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

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