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Neue OZ: Jeden Tag eine Überraschung

Archivmeldung vom 19.06.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.06.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Diese Krise überrascht doch jeden Tag aufs Neue. Nun haben es die US-Banken nach langem Verhandeln geschafft, die Regierung davon zu überzeugen, dass sie ihr endlich 68 Milliarden Dollar zurückzahlen dürfen.

Klingt paradox, diesmal reibt man sich aber nur nach dem ersten Blick die Augen.

Denn gern gesehen waren die Staatsmilliarden bei den Banken nie. Mit der teils aufgedrängten Hilfe gingen Eingriffe in ihre Entscheidungsfreiheit einher. Aus Sicht der Manager also verständlich, dass sie zurück zur freien, möglichst unkontrollierten Marktwirtschaft wollen - zumal sie dadurch bald wieder selbst über die Höhe ihrer Gehälter entscheiden können.

Aber auch die US-Regierung hat sicher kein Interesse daran, zu lange zu viel Macht über die Banken zu behalten. Sie muss die Balance finden zwischen Vertrauen und Kontrolle. Der Obama-Vorschlag zur verschärften Finanzaufsicht setzt klar auf das Letztere. Und er tut gut daran. Die Banken sollten sich mit Kritik an dem Plan zurückhalten. Ihr Missmanagement hat uns die größte Krise unserer Zeit beschert. Für mehr Vertrauen braucht es daher Jahre sorgsamen Wirtschaftens, keine Lippenbekenntnisse.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

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