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Neue OZ: Zwischen Hoffen und Bangen

Archivmeldung vom 12.11.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.11.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Es sollte der mit Spannung erwartete Tag der Entscheidung werden. Nur: Ergebnisse gibt es nicht. Die Parteien haben sich vertagt. Jetzt geht es in der kommenden Woche um die Wurst. Die Verhandlungen zwischen VW und Karmann stehen unter schwierigen Vorzeichen. Die Gemengelage zwischen rationalen und emotionalen Entscheidungskriterien werden von Anfang an einem schnellen Erfolg der Übernahmeverhandlungen entgegenstehen.

Die Karmann-Gesellschafter liegen mit ihren Forderungen von mindestens 50 Millionen Euro für die Unternehmensteile in einer für VW inakzeptablen Größenordnung. Eine Lösung wird es also nur dann geben, wenn beide Seiten kompromissbereit sind.

Am Tisch wird schließlich nicht nur ums liebe Geld gerungen, sondern vermutlich emotional auch heftig zugetreten. Mit Piëch & Co. auf der einen und den Karmann-Eigentümern auf der anderen Seite sitzen sich nicht gerade zwei wohlwollende Partner gegenüber. Beide Seiten legen Wert darauf, ihr Gesicht zu wahren.

Mittendrin Ministerpräsident Wulff. Er hat seit vielen Monaten Karmann zur Chefsache gemacht. Er kann es sich nicht leisten, dass die Verhandlungen scheitern. Und die Karmann-Eigentümer müssten auch an einem Erfolg interessiert sein. Jede andere Lösung als eine Übernahme durch VW wird sie teuer zu stehen kommen.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

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