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WAZ: Arcandor ringt ums Überleben

Archivmeldung vom 08.06.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.06.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Ein Trauerspiel: Arcandor steht vor dem Aus. Und tausende Beschäftigte fürchten um ihren Job. In Zeiten wie diesen gerät aber in Vergessenheit, dass die Probleme des Traditionshauses nicht der Finanzkrise geschuldet, sondern hausgemacht sind. In den vorigen Jahren brachen Umsätze weg, Verluste fielen an.

Aber die Manager vergaßen das neben den Mitarbeitern wichtigste Gut eines Unternehmens: die Kunden. Statt zu überlegen, wie Karstadt Einkaufen zum Erlebnis machen kann, wurde der Konzern ausgeschlachtet wie ein altes Auto. Die Führungsspitze verkaufte Töchter wie SinnLeffers und Wehmeyer sowie Immobilien, das Konzern-Tafelsilber. Statt eine pfiffige firmenspezifische Lösung zu suchen, setzte der damalige Chef Thomas Middelhoff auf Allerweltskonzepte der Beteiligungsbranche. Das scheiterte. Middelhoff ging im März und ist fein raus. Anders als die Mitarbeiter. So traurig die Folgen der Führungsfehler sind: Die Probleme sollten privatwirtschaftlich gelöst werden. Möglich ist das: Metro will Karstadt. Die Reisetochter Thomas Cook und der Versandhandel sind auf gutem Weg. Doch den Mitarbeitern kann das kein Trost sein. Egal, was kommt: Die Misswirtschaft wird viele Jobs kosten.

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung (von Sabine Brendel)

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