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Neue OZ: Saubere Lösung

Archivmeldung vom 19.12.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.12.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Der Mindestlohn in der Abfallwirtschaft ist eine saubere Lösung für die rund 250000 Beschäftigten der Branche. Schon vor Monaten hatten sich Gewerkschaften und Arbeitgeber auf 8,02 Euro brutto geeinigt - jetzt wird dieser Stundenlohn endlich allgemeinverbindlich für die Müllabfuhr.

Die Einigung hätte längst kommen können, wäre nicht der hartnäckige Widerstand von FDP-Wirtschaftsminister Rainer Brüderle gewesen, der aus grundsätzlichen Erwägungen einen Mindestlohn ablehnt. Nun kann sich die schwarz-gelbe Koalition freuen: Sie hat ein - wenngleich nachrangiges - Streitthema ausgeräumt.

Der flächendeckende und allgemeinverbindliche Mindestlohn kommt vor allem denjenigen Arbeitnehmern in der Entsorgungsbranche zugute, denen es beim Lohn bislang eher dreckig ging: Leiharbeitern und Beschäftigten im Osten, die vom Lohn allein kaum leben konnten. Aber davon profitieren auch alle Unternehmen, die humane Arbeitsbedingungen bieten und Tariflöhne zahlen. Sie wären bei den Ausschreibungen sonst benachteiligt gegenüber der Konkurrenz aus der Schmuddelecke.

Jetzt kommt es vor allem auf die Zahlungsmoral der Entsorgungsbetriebe an. Denn ein Mindestlohn ist nur sinnvoll, wenn das Geld auch tatsächlich bezahlt wird und die 8,02 Euro nicht nur auf dem Papier stehen.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

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