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Die Welt lacht über die deutsche Energiepolitik

Archivmeldung vom 15.12.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.12.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Auf Einladung von Kollegen, die längere Zeit als Austauschprofessoren in der Bundesrepublik Deutschland weilten, hat Prof. Hans-Günter Appel kürzlich die Volksrepublik China besucht, die inzwischen zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Erde ist. Er hat dort über die deutsche Energiepolitik berichtet. Die Schilderungen über die Auswirkungen des planwirtschaftlichen und unsozialen EEG Erneuerbaren-Energien-Gesetzes riefen ungläubiges Erstaunen und verstecktes Lächeln hervor.

In China gibt es keine Energiewende zu „regenerativen Energien“. Als höfliche Geschäftsleute bauen sie mal schnell Windgeneratoren im Wert von 1 Milliarde Euro, um Geschäftspartner vor allem aus Europa nicht zu verärgern. Die Generatoren können sogar im Verbund mit dem Strom von den großen neuen Stauseen wirtschaftlich betrieben werden. Doch dies ist eine Randerscheinung. Der weiterhin schnell steigende Strombedarf soll und wird bevorzugt durch Wärmekraftwerke gedeckt. Jede Woche wird ein neues Kohlekraftwerk in Betrieb genommen.

Auch die Erschließung der Kernenergie wird vorangetrieben, weil die vielen Unfälle in den Steinkohlebergwerken und die Luftverschmutzung durch die Kohlekraftwerke immer größere Probleme bereiten. 25 Kernkraftwerke sind im Bau und mehr als 200 geplant. Die „abgebrannten“ Brennstäbe, die noch 90 Prozent der Energie enthalten, werden durch neue Verfahren wieder zu vollwertigen Brennstäben aufbereitet. So wird das spaltbare Uran nahezu vollständig genutzt und damit die Verfügbarkeit des Uranbrennstoffs nahezu verzehnfacht. In der BRD wurde dagegen die Brennstabfertigung und Wiederaufbereitung aus politischen Gründen eingestellt.

Auf diesem Weg wird die schnell weiterwachsende Wirtschaft in China mit verlässlicher und preiswerter Energie versorgt. Denn preiswerte Energie ist der Schlüssel zu mehr Wohlstand. Die Volksrepublik China will den Strompreis für die privaten Haushalte unter umgerechnet 10 Cent pro Kilowattstunde halten, also weniger als ein Drittel der derzeitigen Preise in Deutschland.

In den USA wird die Erschließung von Gas und Öl aus porösem Schiefergestein vorangetrieben. In absehbarer Zeit werden die USA sogar in der Lage sein, Öl und Gas zu exportieren. Das preiswerte eigene Gas und Öl wird verstärkt zur Stromerzeugung genutzt, was die Strompreise senkt. Die meisten privaten Haushalte zahlen weniger als 10 US-Cent pro Kilowattstunde.

Indien, Russland, Brasilien und viele andere Industriestaaten sorgen für eine ähnlich günstige Stromversorgung wie China und die USA. Nur deutsche Politiker in den etablierten Parteien wollen wie Schildbürger den teuren Ausbau der „regenerativen Energien“ mit Hilfe des planwirtschaftlichen und unsozialen EEG Erneuerbaren-Energien-Gesetzes beibehalten, koste es, was es wolle. Demzufolge steigt der Strompreis unaufhaltsam. Die Stromverbraucherschutz-Bewegung NAEB hat errechnet, dass der Strompreis bis zum Jahr 2020 in Deutschland auf mehr als 50 Cent pro Kilowattstunde steigt, wenn die Pläne der Bundesregierung Wirklichkeit werden. Die Zahlen sind nachzulesen und nachzuprüfen unter www.naeb.info .

Deutschland braucht knapp zwei Kilowattstunden Primärenergie für einen Euro Wertschöpfung. Eine Verteuerung der Energie führt zu weniger Gewinn pro Euro Wertschöpfung, also zu einer Einkommensminderung. Dies haben China und die anderen aufstrebenden Industrieländer begriffen. Preiswerte Energie führt zu mehr Wohlstand. Teure Energie baut Wohlstand ab. Weltweit staunt und lächelt man über den deutschen Irrweg der ständig voranschreitenden Energieverteuerung. Selbst der EU Energiekommissar Günther H. Oettinger warnte wiederholt vor dem deutschen Irrweg. Doch Politiker der etablierter Parteien und systemkonforme Medien preisen gerne weiter die stabile deutsche Wirtschaft. Die bereits in großem Umfang stattfindende Verlagerung energieintensiver Industrie in Länder mit viel günstigeren Energiekosten wird weitgehend verschwiegen. Noch ist Zeit, ohne größere Schäden zu einer sachlichen und wirtschaftlichen Energiepolitik umzukehren. Je länger die Bundesrepublik Deutschland damit wartet, umso größer wird der Leidensweg der Deutschen sein.

Die Stromverbraucherschutz-Bewegung NAEB wird nicht müde, über die teure und unsoziale Energiepolitik der Bundesrepublik Deutschland aufzuklären. Alle Menschen sind aufgerufen, Mitglied im gemeinnützigen Verein NAEB e.V. zu werden und in ihrem Wirkungsbereich aufklärend mitzuwirken. Auf www.NAEB.info befindet sich ein Anmeldeformular, um Mitglied zu werden.

Kommentar von Prof. Dr. Hans-Günter Appel (Beiratsvorsitzender NAEB e.V.)

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