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FT: Verleihung des Friedensnobelpreises

Archivmeldung vom 10.12.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.12.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Die chinesische Regierung hält wenig von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten. Ihre wütende Reaktion auf den Friedensnobelpreis für Liu Xiaobo demaskiert das Reich der Mitte als Unrechtstaat. Denn China inhaftiert Dissidenten, verhängt die meisten Todesurteile, knebelt die Tibetaner, blockiert das Internet und sanktioniert die Folter. Es ist leicht, die chinesische Ein-Parteiendiktatur als despotisch zu entlarven.

Auch die rund 20 Länder, die dem Aufruf zum Boykott der Nobelpreisverleihung folgen, sind als Unrechtstaaten bekannt: Saudi-Arabien praktiziert Sklaverei, Todesstrafe und Frauendiskriminierung, Kuba wirft "Verfassungsfeinde" ins Gefängnis, der Iran jagt Regimekritiker, und in Russland sind willkürliche Inhaftierungen, Folter und die Tötung von Journalisten keine Seltenheit. In Brüssel wird man zudem aufmerksam registrieren, dass auch Serbien, das einen EU-Beitrittsantrag gestellt hat, am chinesischen Boykott teilnimmt. Die freien Staaten haben dennoch keinen Grund zur Selbstgerechtigkeit: So lange Guantánamo bleibt, Iraker von US-Truppen beschossen oder Journalisten in Italien, der Türkei und Israel gegängelt werden, leidet die Glaubwürdigkeit der westlichen Demokratien. 

Quelle: Flensburger Tageblatt

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