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Rheinische Post: Italien muss sich selbst helfen

Archivmeldung vom 10.11.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.11.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Manchmal ist es eine Zahl, in der sich die ganze Misere eines Landes spiegelt. Bei Italien ist es der Zins, den das Land Anlegern für neue Kredite bieten muss. Gestern stieg dieser Zins erstmals über die Marke von sieben Prozent. Das signalisiert, dass mit dem Rücktritt von Silvio Berlusconi Italiens Leiden nicht vorbei ist. Zu tief hat der Cavaliere sein Land in die Krise geführt: Die Spaltung zwischen Norden und Süden überwand er nicht. Die billigen Zinsen, die der Euro Italien bescherte, nutzte er für hemmungslose Verschuldung.

Mit unseriösem Lebenswandel beschädigte er das Image des Landes. Seine mangelnde Eignung als Staatsmann zeigte sich jüngst in dem Satz, da die Restaurants voll seien, könne es Italien so schlecht nicht gehen. Und nun ist noch nicht einmal eine starke Alternative in Sicht. Vor allem aber steigt die Angst der Anleger, weil Italien nicht Griechenland ist. Italien ist Europas drittgrößte Volkswirtschaft, die kann man, anders als Hellas, nicht geordnet Pleite gehen lassen. Fällt Italien, ist der Euro am Ende. Auch ist der Rettungsschirm EFSF zu klein, um Roms Billionen-Schulden zu übernehmen. Das aber sollte der EFSF ohnehin nicht tun, um keine Fehlanreize zu senden. Italien muss sich selbst helfen. Sein Staat kann viel sparen, seine Industrie ist grundsätzlich wettbewerbsfähig. Auch das unterscheidet Italien von Griechenland.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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