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Ich hatte einen Traum...

Archivmeldung vom 28.05.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.05.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić

"Ich war fast mein ganzes Arbeitsleben Unternehmer. War ich es gerade nicht, habe ich unternehmerisch gedacht", schreibt der wiener Schriftsteller Werner A. Prochazka im Magazin "Unser Mitteleuropa": "Kürzlich hatte ich folgenden Traum:Mir wurde ein Grundstück geschenkt. Ein sehr großes. Auf diesem Grundstück wurde mir eine Fabrik, ganz nach meinen Vorstellungen, errichtet. Ohne, dass ich auch nur einen Heller dafür bezahlen musste. Auch diese Fabrik ist mir geschenkt worden. Ich fühlte mich wie im Himmel."

Prochazka weiter: "Das war aber noch lange nicht alles was mir geschenkt wurde. Die Maschinen, die Arbeits- und Betriebsmittel, das Materiallager, die Energie, alle Mitarbeiter und überhaupt alles was ich zur Herstellung meiner Produkte benötigte wurde mir nicht nur zur Verfügung gestellt, sondern auch finanziert. Alles hatte ich zur Verfügung. Zum Nulltarif. Jetzt war ich nicht im Himmel sondern im Paradies angelangt.

Sofort begann ich mit der Produktion. Meine von mir hergestellten Artikel fanden bei den Menschen in meiner Heimat, aber auch darüber hinaus im benachbarten Ausland, reißenden Absatz, denn die sehr tüchtige Marketingabteilung wurde mir auch kostenlos zur Verfügung gestellt.

Nicht schwer zu erraten, ich hatte schon gleich nach Beginn meiner Tätigkeit kolossalen Erfolg. Ohne etwas leisten zu müssen. Ich war der perfekte, hochbezahlte Frühstücksdirektor geworden. Keine Produktionskosten, keine Mietkosten, keine Personalkosten, hoher Verkaufspreis, keine Steuerbelastung = maximaler Gewinn. Sensationell!

Utopie? Mitnichten!

Leider erwachte ich dann aus meinem schönen Traum. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Das gefror mir aber sogleich als ich den Traum deutete. Der Unternehmer dem alles geschenkt wurde, der war nicht ich. Es war der Staat dem alles geschenkt wurde.

Denken Sie einmal nach. Es gibt keinen Staatsbetrieb der nicht von uns Bürgern, den Staatsbürgern, durch ihr Steuergeld, verdient durch harte Arbeit, errichtet, finanziert und erhalten wird und wurde. Sie glauben das nicht? Denken Sie zum Beispiel an die Kraftwerke. Wer hat sie bezahlt? Wer bezahlt deren Erhaltung? Wer bezahlt die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter?

WIR! Wer sonst?

Und wer bezahlt das Produkt, in diesem Fall die Energie, die hergestellt wurde?

WIR! Wer sonst?

Der Staat besitzt die Frechheit, sich alles von seinen Bürgern finanzieren zu lassen um am Ende das Fertigprodukt ums teure Geld, als Monopolist, sehr teuer an dieselben zu verkaufen.

Das ist eindeutig ein Verbrechen. Dummerweise gibt es im Strafgesetzbuch dafür keinen Paragrafen. Natürlich nicht. denn wer macht die Gesetze?

Anderes Beispiel:

Wir bezahlen alle Staatsbediensteten inklusive deren Arbeitsplatz, und deren Gebäude samt Betriebskosten und Mieten mit unserem sauer verdienten Steuergeld. Im Falle, dass wir das Unglück erleiden, von irgendeiner staatlichen Organisation (Amt) etwas zu benötigen, ein Dokument, eine Auskunft, einen Ausweis zum Beispiel, müssen wir für diese Leistungen bezahlen. Für Leistungen die wir längst bezahlt haben. Im Voraus. Früher mit Stempelmarken, heute direkt an der Amtskassa mit Bargeld oder mittels Karte. Diese fragwürdigen Leistungen werden ziemlich teuer verkauft. Sehe ich mir alte Dokumente von mir an, finde ich dort Stempelmarken im Groschenbereich aufgeklebt. Als ich kürzlich ein Dokument von einer Behörde – wie sich das schon anhört – benötigte, zahlte ich € 38,– (!). Nicht ohne zuvor 1,5 Stunden in diesem Amt, was eher einer Anstalt glich, auf dem Gang zu warten. Ist das nicht verrückt?
Verehrter Leser, ich überlasse es Ihrer Phantasie, weiter darüber nachzudenken.

Ein paar Anstöße:

Medienförderung: Wozu? Wir kaufen diese Produkte. Die Medien sollten sich erhalten können durch Werbung und den Verkaufserlös. Zusätzlich fördern. Durch Steuergeld. Besonderes Beispiel der staatliche Rundfunk. Der will zu all dessen auch noch eine GIS-Gebühr um uns mit politisch gefärbten Nachrichten, je nach herrschender Partei streng nach dem Proporz zu füttern. Das ist der Gipfel der Frechheit.

Parteienförderung: Wer eine politische Partei fördern will, soll das tun. Freiwillig. Aber warum unfreiwillig mit Steuergeld? Mit meinem (unserem) Geld werden Parteien gefördert die ich/wir gar nicht unterstützen, mir/uns nicht sympathisch sind. Uns in Wahrheit schaden. Mir ist im Übrigen keine einzige sympathisch. Hauptsache zahlen! Zahlen ist angesagt!

Wir bezahlen alles doppelt und dreifach. Geht sich nicht aus. Wir bezahlen alles x‑mal. Jeden kleinen Handgriff des Staates, jeden Einkauf den wir tätigen. Unmengen Steuern und Abgaben darauf. Und völlig egal wie viel Geld der Staat einnimmt, er wird niemals mit seinen Einnahmen auskommen. Vielmehr er schafft es tatsächlich noch ein überproportionales Defizit zu produzieren. Und die Kosten dieses Defizites? Wer zahlt die? Natürlich WIR!

WIR zahlen. Aber wir schaffen nicht an. „Würden Wahlen etwas bewirken, sie würden glatt verboten werden.“ Rosa Luxemburg (Polnisch/Deutsche Schriftstellerin 19. Jhd.)

Im Normalfall ist es so, dass derjenige der zahlt auch anschafft. Ergo, wir Bürger. Die Realität sieht ganz anders aus. Eigenartig. Wir werden bevormundet, ausgenommen und zugeschüttet mit einer Tsunamiartigen Flut von Gesetzen und Verordnungen. Das Korsett wird immer enger.

Oft wird die Frage gestellt: wer ist der Staat? Der Staat sind wir!

Das sind wir beileibe nicht. Wir haben in diesem Staat absolut nichts zu reden und haben absolut nur zu zahlen. Mündige Bürger sind wir nur vor der Wahl. Auf dem Papier und auf den Lippen der Politiker, die es schaffen, wenn sie „guten Tag“ sagen, 3 x zu lügen. Und das bei zwei Worten.

Wollen wir uns das wirklich ewig gefallen lassen? Wir werden als Sklaven gehalten, die ihre eigene Gefangenschaft auch noch finanzieren müssen. Haben wir überhaupt eine Möglichkeit das zu ändern?

Dummerweise ist das auf der ganzen Welt so. Überall herrscht dieses System in den verschiedensten Ausprägungen. Man kann also nicht einmal auswandern. Es ist zum Verzweifeln. Wir sollten die Freiheit wählen.

Jedoch:

„Die glücklichsten Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.“ Marie von Ebner-Eschenbach (Österr. Schriftstellerin 19. Jhd.)

„Wir sollten viel Widerstand leisten und wenig Gehorsam.“ Walt Whitman (US-amerikanischer Dichter 19. Jhd.)

Mehr über Werner A. Prochazka und sein schriftstellerisches Werk erfahren Sie auf seinem Blog  und auf seiner Facebookseite.

Quelle: Unser Mitteleuropa

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