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Neue Westfälische (Bielefeld): Zu wenig Schwimmkurse in OWL

Archivmeldung vom 07.05.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.05.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott

Wer in OWL ein Kind zur Einschulung schicken will, das schwimmen kann, muss es am dritten Geburtstag für einen Kurs anmelden oder später ordentlich draufzahlen. Der Grund: Es gibt zu wenig Bäder, in denen die Vereine ihre Kurse abhalten können. Das ist besorgniserregend und ärgerlich, weil Kommunen, Länder und Bund seit Jahren um die Problematik wissen und das Bäderschließen trotzdem munter weitergeht.

Auch 2018 wurden bundesweit wieder 70 Schwimmstätten geschlossen, weil sie zu sanierungsbedürftig sind. Die Folgen sind dramatisch. Immer weniger Menschen lernen solide schwimmen, was sich bereits deutlich in der Ertrinkungsstatistik zeigt. Es gibt aber auch noch andere Konsequenzen, die das Problem langfristig zuspitzen werden. Weil viele Schwimmvereine ohne Bäder auf dem Trockenen sitzen, lösen sie sich auf. Dort aber werden Rettungsschwimmer und Schwimmlehrer ausgebildet, von denen es dann absehbar ebenfalls zu wenige geben wird. Insofern sind die Forderungen des DLRG nach einem bundesweiten Masterplan zum Erhalt und Ausbau der Bäder zwingend richtig und notwendig.

Neben Kommunen und Bund gibt es aber auch noch einen anderen Adressaten, der unbedingt in die Verantwortung gehen muss, um die Situation zu verbessern - und das sind die Eltern selbst. Bundesweit beklagen Kitas und Grundschulen, dass sie immer mehr Aufgaben übernehmen müssen, die eigentlich Elternsache sind. Durch die Bank bestätigen Fachkräfte in den Schwimmvereinen, dass es hier genau das Gleiche ist - und dass diese Tatsache ihre Arbeit extrem erschwert: Schwimmkurse verlängern sich, weil Kinder überhaupt erst an Wasser gewöhnt werden müssen. Dabei wäre das nicht nötig, wenn Eltern mit ihnen regelmäßig schwimmen gehen würden. Und im Verhältnis stellen die Vereine immer noch viele Seepferdchenabzeichen aus - deutlich weniger aber das Jugendschwimmabzeichen Bronze, das ein Kind überhaupt erst als sicheren Schwimmer qualifiziert. Der Grund: Die Eltern, so die Aussage der Lehrer, kümmern sich nicht um die Weiterführung der Schwimmausbildung. Da nützt dann auch das ausreichendste und breit gefächertste Kursangebot nichts.

Quelle: Neue Westfälische (Bielefeld) (ots) von  Anneke Quasdorf

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