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Börsen-Zeitung: Viel Potenzial

Archivmeldung vom 12.11.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.11.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott

Mit dem Versprechen sehr hohen Wachstumspotenzials ist Teamviewer an der Börse vorstellig geworden. Mit der ersten Zahlenvorlage nach dem IPO ist dieses Versprechen untermauert worden. Eine Steigerung bei den Großkunden um 60 Prozent und kräftig gewachsene Billings und Erlöse zeigen an, dass es in die Richtung weitergeht, die CEO Oliver Steil und CFO Stefan Gaiser vor nicht einmal zwei Monaten vorgegeben hatten.

Auch das kräftige Wachstum beim Cash-flow dürfte manchen erleichtern, hat die Ablösung von Krediten die Barreserve doch temporär kräftig zusammenschrumpfen lassen. Die positive Anlegerreaktion zeugt von einer prinzipiellen Zufriedenheit mit dem Kurs des Softwareunternehmens aus Göppingen, dessen Titel am Montag erstmals - wenn auch nur vorübergehend - über dem Ausgabepreis notierten. Dass am Ende des Tages nur ein Plus von 3,5 Prozent blieb, zeigt indes, dass einige Fragen, die schon beim Going Public gestellt wurden, nach dem ersten Zwischenbericht unbeantwortet blieben.

So irritiert die weiterhin hohe Volatilität bei den Billings. Die Rechnungsstellungen sind im dritten Quartal 2019 auch deshalb so kräftig gewachsen, weil in der Vorjahresperiode in Europa ein ungewöhnlich schwaches Vierteljahr verzeichnet wurde, so dass der Anstieg entsprechend leicht fiel. Auch zeigt das noch nicht ganz austarierte Verhältnis von Billings zu Umsatz an, dass sich die Transformation zum Cloud-Anbieter im Zahlenwerk erst teilweise widerspiegelt. Im dritten Quartal entsprachen die Billings nur gut 80 Prozent der Erlöse. Mittelfristig soll das Verhältnis umgekehrt werden, und die Erlöse sollen dann 90 Prozent der Billings erreichen.

Damit der noch weite Weg dorthin ohne unverhoffte Rückschläge verläuft, wird Teamviewer sich im Erwartungsmanagement als geschickt erweisen müssen. Einige Fragen der Analysten in der Telefonkonferenz deuteten jedenfalls an, dass noch Unschlüssigkeit ob der Volatilität besteht. Daran, dass das grundlegende Wachstumsversprechen bestätigt werden konnte, ändert das freilich nichts, zumal der Börsenneuling im Gegensatz zu anderen stark wachsenden Softwarefirmen längst profitabel und Cash-flow-positiv wirtschaftet.

Allerdings ist dies schon eingepreist. Mit einer Marktkapitalisierung von 5 Mrd. Euro - mehr als dem Doppelten der Software AG - und recht hohem Streubesitzanteil ist der Börsenneuling ein MDax-Kandidat, wenn die Handelsvolumina steigen. Auch hier zeigt sich, dass Teamviewer noch Potenzial nach oben hat.

Quelle: Börsen-Zeitung (ots) von Sebastian Schmid

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