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WAZ: Lehren aus London

Archivmeldung vom 11.08.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.08.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Sie und ich und der Nachbar auch: Jeder Mensch, das sagen Sozialpsychologen, kann zum Gewalttäter werden. Begünstigt wird das durch einen äußeren Rahmen, in dem Gewalt legitim oder erwünscht erscheint und wahrscheinlich nicht geahndet wird. Das gibt es (kontrolliert) im Boxring, bei der Jagd und im Krieg, es kann aber auch völlig unkontrolliert in den Straßen der Städte entstehen.

Normalerweise herrscht hier das Gewaltmonopol des Staates. In Tottenham muss es schon länger ziemlich ausgehöhlt gewesen sein. Man hört, auch in manchen Ecken unserer Städte habe die Polizei Mühe, ihr Gewaltmonopol durchzusetzen. Und es könnte noch schwieriger werden. Denn auch die beste Konjunktur wird nicht verhindern, dass viel zu viele Jugendliche an nichts mehr teilhaben. Wir beklagen das gerne, aber wir tun zu wenig dagegen.

Wir haben in den vergangenen Tagen oft über die "sinnlose" Gewalt in Großbritannien geschrieben. Doch das ist unsere Wortwahl, die der zu Recht entrüsteten Bürger. Zum Verstehen der Ereignisse trägt sie nichts bei, aber wir müssen versuchen sie zu verstehen, wenn wir sie verhindern wollen.

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung (ots)

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