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Neue OZ: Zonen-Chaos beenden

Archivmeldung vom 31.12.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.12.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Geht es nach dem einen oder anderen Klimaforscher, dürfte es das Wetter da draußen gar nicht geben. Schnee, so meinte etwa Mojib Latif im Jahr 2000, werde hier mittelfristig keiner mehr fallen. Nun sind ein, zwei harte Winter in unseren Breiten kein Beweis, dass es eine globale Klimaerwärmung nicht gibt. Umgekehrt erscheint es aber auch unseriös, ein warmes Frühjahr oder etwas mehr Regen als Beleg anzuführen, um milliardenschwere Klimaprogramme zu starten. Da sind die Dinge doch etwas komplexer.

Mit Umweltzonen ist es ähnlich. Ein grundsätzliches Risiko durch Feinstaub ist unbestritten. Was aber bringen kommunale Fahrverbote genau? Sind die Erkenntnisse belastbar genug, um in den Alltag von Millionen Menschen und Tausenden Firmen einzugreifen? Ist es klug, einen politisch gefärbten Flickenteppich zu schaffen, der dann noch Ausnahmen für Lieblingsziele oder Firmenverkehr zulässt?

Nein. Der Aufwand ist hoch, der Nutzen gering, zumal, wenn Umwege anfallen oder die größten Stinker trotzdem fahren. Nicht mal Befürworter können klare Effekte benennen, sprechen vom Wetter und einigen Jahren, die man schon warten müsse. Dabei sinkt der Schadstoffausstoß im Verkehr ohnehin - durch flächendeckende Vorschriften für Fahrzeuge und die sukzessive Erneuerung des Bestands. Statt darauf zu vertrauen, werden Hunderte Schilder montiert, Tausende Ausnahmen geprüft, Millionen Plaketten verkauft und wird sich dann noch tüchtig um Zonengrenzen, Fristen und Farbregeln gestritten. Heraus kommt ein Musterbeispiel bürokratischer Nabelschau, nicht aber sinnvoller Umweltschutz.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

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