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FT: zu Scholz/SPD Hamburg

Archivmeldung vom 18.12.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.12.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Olaf Scholz tritt an, den erst seit knapp vier Monaten regierenden Hamburger Bürgermeister Christoph Ahlhaus vom Thron zu stoßen. Die Chancen des Sozialdemokraten haben sich nach dem gestrigen Nominierungsparteitag weiter verbessert. Eine Zustimmung von fast 98 Prozent belegen, dass Scholz den noch vor gut einem Jahr heillos zerstrittenen Landesverband auf Linie gebracht hat.

Scholz' Stärke ist Ahlhaus' Schwäche. Nein, aus dem einst als "Scholzomat" verspotteten Politiker ist kein Willy Brandt oder Henning Voscherau geworden. Aber für den gewieften Pragmatiker reicht es eben derzeit vollkommen, den Wählern Seriosität, Solidität und Prinzipientreue zu vermitteln. Allesamt Eigenschaften, die der CDU in den Augen vieler Hamburger während der gescheiterten schwarz-grünen Koalition abhanden gekommen sind. Das Millionengrab Elbphilharmonie, die Skandalbank HSH, die gescheiterte Primarschule - der Sündenzettel der Hanse-Union ist lang und eignet sich bestens zum Drehbuch für den SPD-Wahlkampf. Der Berliner Polit-Vollprofi Scholz weiß, wie man solche Steilvorlagen nutzt. Die Fehler der anderen benennen, die eigene Zuverlässigkeit beschwören - und das ohne Polemik und verfrühtes Triumphgeheul. Genau diese Strategie hat Scholz ausgegeben. Sie könnte ihn geradewegs auf den Bürgermeistersessel führen.

Quelle: Flensburger Tageblatt

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