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Neue OZ: Beton statt Blumen

Archivmeldung vom 09.04.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.04.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Welch ein Armutszeugnis: Ausgerechnet im internationalen Jahr der Artenvielfalt wird deutlich, dass Bekenntnisse zum Stopp des Artensterbens nicht eingehalten werden können. Die EU 2001, Deutschland auf der Biodiversitätskonferenz 2008, die Vereinten Nationen in ihren Millenniumszielen: Allesamt haben die Akteure ihr Wort gebrochen, bis 2010 den Schwund der Arten einzudämmen.

Nicht nur weltweit, sondern auch im eigenen Land schreitet der Artenverlust vielmehr unaufhaltsam voran. Darüber können auch hübsche Bilder von der Rückkehr etwa des Kranichs oder des Wolfs nicht hinwegtäuschen. Hauptgrund für den negativen Trend ist der rabiate Umgang mit den Lebensräumen der Tiere und Pflanzen. Jeden Tag werden allein in Deutschland rund 110 Hektar versiegelt. Beton statt Blumen lautet die Devise. Sie führt allerdings langfristig ins Verderben, weil der Mensch auf biologische Vielfalt angewiesen ist.

Das von der Deutschen Umwelthilfe beklagte Defizit bei der Vernetzung von Biotopen mag zum Übel beitragen. Noch mehr Kopfschütteln verursacht indes das Verhalten einiger Bundesländer, die eine Anfrage der Organisation zum Umgang mit Biotopen unbeantwortet lassen - und somit gegen das Umweltinformationsgesetz verstoßen. Vollmundige Versprechen zum Arten- und Umweltschutz sind da fehl am Platz.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

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