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RNZ: Kalter Krieg

Archivmeldung vom 09.01.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.01.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Die Folgen ihres Gas-Streits für das restliche Europa lassen Russland und die Ukraine im wahrsten Sinne des Wortes kalt. Im Kampf um Macht und Einfluss nehmen sie bereitwillig fast den ganzen Kontinent als Geisel. Die Schuld dafür schieben sich Russen und Ukrainer gegenseitig in die Schuhe.

Dabei nutzen beide ihr Erpressungspotential - Russland als Gaslieferant und die Ukraine als Transitland des Brennstoffes. Dass Moskau am Donnerstag in Brüssel seine Muskeln spielen ließ und auf der faktisch überflüssigen Entsendung russischer Kontrolleure in die Ukraine bestand, zeigt nur, wie wenig Putin und Co. daran gelegen ist, die westlichen Partner schnell wieder mit Gas zu versorgen. Auch die von Altkanzler Gerhard Schröder derzeit viel gepriesene Ostseepipeline ist daher nicht die Lösung des Problems. Denn je mehr Transportwege den Russen zur Verfügung stehen, desto gezielter können sie einzelne Staaten mit Lieferstopps unter Druck setzen. Da Deutschland auf absehbare Zeit auf die Einfuhr von Energie aber nicht verzichten kann, hilft nur eine möglichst breite Streuung der Importe. Was passieren kann, wenn man sich von einem Lieferanten zu abhängig macht, zeigt derzeit ein Blick auf das frierende Osteuropa.

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung

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