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Mittelbayerische Zeitung zum Seehofer-Besuch bei Putin

Archivmeldung vom 03.06.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.06.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott

Wenn ein bayerischer Ministerpräsident in wirtschaftlicher Mission um die ganze Welt fliegt, werden Erinnerungen an Franz Josef Strauß wach. Auch FJS pflegte beste Kontakte - seriöse ebenso wie leicht anrüchige - zu Staatsmännern auf allen Kontinenten. Der solistische Sonderweg in der Diplomatie gehört offenbar zum Selbstverständnis der starken bayerischen Alleinherrscher.

Seehofer schlägt während seiner Stippvisite bei Putin zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum Einen macht er erneut deutlich, dass er selbstverständlich auf Augenhöhe mit Angela Merkel und Sigmar Gabriel agiert. Zum anderen fährt er, auch hier in der Tradition des nie um einen cleveren Deal verlegenen FJS, einen milliardenschweren Auftrag für die Linde AG quasi im Überflug ein.

Vielleicht hat er ihn nicht eingefädelt, aber er ist doch dabei, als das lukrative Abkommen unterzeichnet wird. Das unterstreicht das Bild des Machers, als der Seehofer sich versteht. Nur eines hat Strauß seinem Amtsnachfolger für alle Zeit voraus: Er gab selbst im Flieger nach Russland nicht das Steuer aus der Hand.

Quelle: Mittelbayerische Zeitung (ots)

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