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Allgemeine Zeitung Mainz: Auf der richtigen Seite (zum Ölpreis)

Archivmeldung vom 30.10.2007

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.10.2007 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Krisen im Nahen und Mittleren Osten sind zuverlässige Gehilfen für Spekulanten. Kommt dann auch noch eine hausgemachte dazu wie die in den USA am Immobilienmarkt, leidet der Kurs des US-Dollar, der Euro steigt, und die Preise für Öl und Gold explodieren.

Das hat wenig mit der Verfügbarkeit von Ware und Währung oder gar steigender Nachfrage der Verbraucher zu tun. Vielmehr sind es die gewaltigen Finanzanlagen, die durch die Welt vagabundieren, stets auf der Suche nach mehr Rendite, die die Spekulation auslösen. Beim Öl ist der Mechanismus noch problemlos nachvollziehbar, denn Krieg, egal wo, steigert die Nachfrage nach dem schwarzen Gold sofort. Das Säbelrasseln Washingtons in Richtung Teheran, die Drohungen der Türken gegen die Kurden, sie sind Geschenke für all die, die mit Öl handeln. Ähnlich funktioniert das mit dem Goldpreis. Angst ist die beste Verkaufshilfe in diesem Segment, Angst vor Inflation, Angst vor Währungsspekulation. Rational ist das ziemlich schwer zu fassen. Weit konkreter ist das Verhältnis von Dollar und Euro. Die US-Währung schwächelt erheblich, natürlich auch und vor allem wegen der schon erwähnten Immobilienkrise, die deutlich zeigt, dass in Amerika zumindest in dieser Branche die Regeln des königlichen Kaufmanns seit langem außer Kraft sind. Die US-Notenbank muss da konsequent gegenhalten, und das tut sie vor allem mit Leitzinssenkungen, die nächste könnte schon morgen verkündet werden. Das verschafft dem US-Binnenmarkt zwar Luft, treibt aber automatisch den Kurs des Euro, weil er Anleger lockt, die Sicherheit und ordentliche Verzinsung suchen. Gegen Spekulation ist kein Kraut gewachsen, das zeigt alle Erfahrung. Sie tut aber uns in Europa zumindest derzeit auch nicht sonderlich weh, denn der konstante Anstieg des Eurokurses fängt die Folgen der Ölpreisexplosion zu einem ordentlichen Teil auf, denn Rohöl wird in Dollar gehandelt. Wäre dem nicht so, würden die Preise für Benzin an den Tankstellen schon bei oder auch schon über 1,50 Euro je Liter liegen. Jede Sache hat also zwei Seiten, wir stehen derzeit auf der richtigen!

Quelle: Pressemitteilung Allgemeine Zeitung Mainz


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