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Rheinische Post: Christen in Not

Archivmeldung vom 27.12.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.12.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

In Zeiten wachsender Kirchenferne wird gern vergessen, dass die Christen die weltweit am stärksten verfolgte Glaubensgemeinschaft sind. Die brutalen Morde an Dutzenden von Kirchgängern im Irak, den Philippinen und Nigeria belegen das dramatisch. Über 100 Millionen Christen, so schätzt die katholische Kirche, sind in vielen Ländern Gewalt und Unterdrückung ausgesetzt.

Es wird also Zeit, dass sich die demokratischen Länder und insbesondere Deutschland verstärkt diesem Problem widmen. Gerade wer sich hierzulande für ein besseres Miteinander der Religionen und von Menschen unterschiedlicher Herkunft einsetzt, darf diese grobe Missachtung der Glaubensfreiheit nicht unter den Teppich kehren. Der Bundestag sollte öfter als bisher auf die Verfolgung der Christen hinweisen und Länder, in denen die Gewalt gegen Katholiken, Protestanten oder Orthodoxe geduldet oder gar staatlich gefördert wird, an den Pranger stellen. Das Christentum ist trotz aller Irrungen in der Geschichte im Kern eine zutiefst friedfertige Religion. Viele Christen nehmen die Verfolgung in aller Welt geduldig auf sich - in der Nachfolge Jesu. Ihr Schweigen sollte für uns ein lauter Aufschrei sein.

Quelle: Rheinische Post

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