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Ein Weg für alle Sinne: Der Gnadenwalder Baumpfad

Freigeschaltet am 12.08.2017 um 07:22 durch Andre Ott
Der neue Themenweg am Fuß des Naturparadieses Karwendel spricht alle Sinne an.
Der neue Themenweg am Fuß des Naturparadieses Karwendel spricht alle Sinne an.

Zwischen dem Kloster St. Martin und St. Michael in Gnadenwald geht es beim neuen Baumpfad auf eine multisensuelle Entdeckungsreise: Entlang des idyllischen Waldrandes kann man heimische Bäume und Sträucher an 14 Stationen sehen, fühlen und riechen.

Auf dem rund drei Kilometer langen Pfad am Fuß des Karwendelmassivs wird so manches Geheimnis gelüftet: Seit Generationen überlieferte Heilkräfte von Beeren und Blättern, nützliche Holzeigenschaften für das Handwerk, historische Ereignisse rund um verschiedene Baumarten sowie spannende Mythen und Sagen.

"Die sehr schön gelegene Strecke zwischen St. Martin und St. Michael wird durch den neuen Themenwanderweg noch weiter aufgewertet. Wir freuen uns schon darauf, wenn viele BesucherInnen eine schöne Zeit am Themenweg erleben", ist TVB-Geschäftsführer Martin Friede überzeugt davon, dass der Gnadenwalder Baumpfad sehr gut angenommen wird.

Es sind Gewächse, die jeder kennt, über die man aber noch viel Interessantes erfahren kann. Oder wussten Sie, dass der berühmte "Ötzi" vor 5.300 Jahren seinen Pfeil und Bogen aus dem Holz des Wollenen Schneeballs fertigte?

Wissenswertes hübsch verpackt

Für die vierzehn Schautafeln hat eine Tiroler Zeichnerin die Blätter, Blüten, Fruchtstände und Früchte eines jeden Baumes und Strauchs detailgenau und liebevoll porträtiert. "Die entstandenen Zeichnungen sind sehr anschaulich; man kann so unabhängig von den Jahreszeiten die Blüte- und Wachstumsphasen der Pflanzen sehen. Auch weitere botanische Grundinformationen kommen nicht zu kurz", erklärt Hermann Sonntag, Geschäftsführer des Naturpark Karwendel.

Ein weiterer Blickfang auf den Schautafeln ist die darauf gezeichnete Karwendelkette mit ihren markanten Gipfeln, der Speckkarspitze (2.621 m), dem Großen Bettelwurf (2.726 m) und dem Hundskopf (2.243 m).

Den Wald in der Nase

Am Gnadenwalder Baumpfad können Bäume und Sträucher anhand kleiner Duftkästen aus Holz auch aktiv "erschnuppert" werden: Der typische Geruch der Früchte, Blüten, des Harzes oder des Holzes der Bäume und Sträucher komplettieren bei ausgewählten Stationen das Naturerlebnis.

Informationen Gnadenwalder Baumpfad

Der neue Themenwanderweg ist ein Gemeinschaftsprojekt des Tourismusverband Region Hall-Wattens mit dem Naturpark Karwendel. Er besteht aus 14 Stationen auf ca. 3 km Weglänge vom Kloster St. Martin bis St. Michael in Gnadenwald. Der Baumpfad kann in beide Richtungen begangen werden; für die leichte Strecke braucht man ca. 45 bis 60 Minuten.

Quelle: TVB Region Hall-Wattens (ots)