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Was Touristen wissen sollten

Archivmeldung vom 27.06.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.06.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: TiM Caspary / pixelio.de
Bild: TiM Caspary / pixelio.de

Andere Länder, andere Sitten. Wenn man auf Reisen geht, dann stellt man sich schon auf die Gegebenheiten und die Kultur des Landes an, das man bereisen möchte. So versucht man in asiatischen Ländern mit Stäbchen zu essen, vermeidet es in muslimischen Ländern oben ohne am Strand zu liegen und gibt sich zumindest ein wenig Mühe, nicht in jedes Fettnäpfchen zu treten, das sich einem bietet. Reiseführer widmen diesem Thema manchmal ganze Kapitel, damit der unwissende Tourist nicht ein absolutes Faux-Pas bei seinen Gastgebern begeht. Strafbar machen sich die Reisenden in den meisten Fällen zwar nicht, doch auch wenn etwas in einem Land eigentlich legal ist und trotzdem nicht gerne gesehen wird, kann das falsche Verhalten ungeahnte Folgen haben.

So werden gleichgeschlechtliche Paare vielleicht in Russland unangenehme Probleme bekommen, wenn sie ihre Vorliebe füreinander zu offen zeigen. Man kann sich das hier bei uns kaum vorstellen, aber es ist wahr. In Russland wurde vor kurzem ein Gesetz verabschiedet, das den unschönen Titel „föderales Gesetz gegen Propaganda nicht-traditioneller sexueller Beziehungen“ trägt. Das bedeutet nichts anderes, als dass die Homosexualität in Russland an sich zwar nicht verboten oder strafbar ist, man den gleichgeschlechtlichen Paaren jedoch nun mit Geldstrafen oder bis zu 15 Tagen Haft droht, wenn sie sich in der Öffentlichkeit entsprechend verhalten und damit möglicherweise Minderjährigen ein schlechtes Beispiel zeigen.

Dieses neue Gesetz gilt selbstverständlich nicht nur für die russische Bevölkerung selbst, sondern auch für all diejenigen, die das Land als Touristen bereisen. Sicher ist es als Reisender kein Problem, sich den Sitten eines Landes im Urlaub anzupassen, doch bei diesem absurden Gesetz hat man doch das Gefühl, dass hier schon lange ein Punkt überschritten ist, der noch als tolerierbar bezeichnet werden kann. Kritik hagelt es auch aus dem Ausland. Bundesaußenminister Westerwelle bezeichnete die bewusste Stigmatisierung und Strafandrohung gegenüber gleichgeschlechtlichen Beziehungen als fehl am Platz in einer modernen und dem Anspruch nach demokratischen Gesellschaft. Bis zu 100 000 Rubel (das sind etwa 2300 Euro) drohen Ausländern, die bei öffentlicher Demonstration, der Weitergabe von Informationen oder Unterstützung von Homosexualität erwischt werden. Da bleibt einem als Reisender doch bald die Lust weg, ein solches Land überhaupt noch zu betreten, so reizvoll es sonst vielleicht sein mag. Welch ein Glück, dass Russland nicht das einzige Reiseziel ist, das auf dem Markt so angeboten wird. Wer jetzt schon seinen nächsten Urlaub plant, findet im Internet bestimmt die passende Reise. Dazu mehr hier.

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