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Die Balearen ein Reiseziel voller Kultur

Archivmeldung vom 20.09.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.09.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Typische ibizenkische Darstellung mit weißen Konstruktionen Bild: "obs/Efetur/Pedro Coll"
Typische ibizenkische Darstellung mit weißen Konstruktionen Bild: "obs/Efetur/Pedro Coll"

Jede der Balearischen Inseln ist ein Paradies für sich. Vom glasklaren Wasser umhüllt entdecken wir eines der beliebtesten Ferienziele ganz Europas. Dort finden wir nicht nur Sonne, Strand und Erholung, die Balearen bieten uns auch ein großes Stück an Geschichtskultur über das ganze Jahr hinweg an.

Die Kathedrale von Palma, ein Beispiel der Gotik auf Mallorca. Bild: "obs/Efetur/Gaspar Monroig"
Die Kathedrale von Palma, ein Beispiel der Gotik auf Mallorca. Bild: "obs/Efetur/Gaspar Monroig"

Dank der geografischen Lage wurden die Balearen von mehreren Kulturen und Völkern besucht. Die ersten Bewohner, lebten schon seit 2000 v.Chr auf den Inseln und sind die ersten einer langen, geschichtlichen Spur auf der Insel.

Mallorca, vom Talayot zum Gotischen

Die Römer erreichten auch die Küste von Mallorca und gründeten dort mehrerer Dörfer wie Palma oder Pollentia. Die archäologischen Funde in Alcudia sind ein perfektes Beispiel des römischen Urbanismus dieser Zeit.

In den arabischen Bädern können wir die muslimische Geschichte der Stadt Palma entdecken.

Die Geschichte der Insel ist divers, von den arabischen Bädern bis zu der sehenswerten gotischen Architektur wie die Kathedrale, die Burg Castell de Bellver oder die Llotja de Palma.

Alle Völker die in Mallorca gelebt haben hinterliesen Spuren ihrer Kultur und Architektur. Ein gutes Beispiel ist das spirituelle Zentrum der Insel, das Santuari de Lluc, in Escorca.

Traditionelle Gebäude wie die "Possessions", typische Landhäuser, die wir an mehreren Ecken der Inseln finden, bieten uns ein Moment zum Ausruhen um die frische Meeresbriese zu genissen.

Die Tradition und Kultur von Mallorca sieht man vor allem in den handwerklichen Produkten wie der Schuh- und Lederfertigung. Die Keramik, die von der Talayot-Kultur abstammt, Gewebe wie "roba de llengues" sehr typisch für Mallorca, geblasenes Glas und die bekannten Perlen von Manacor.

Menorca, auf der Spur der Vorgeschichte

Die Naturlandschaften sind ohne Zweifel einer der Highlights der Insel. 1993 wurden die Landschaften von der Unesco als Biosphärenreservat erklärt. Trotzdem sollte man auch nicht die prähistorische Architektur Menorcas vergessen.

Die ersten Spuren von Zivilisation stammen ungefähr aus 2100 v.Chr. Unter den vielen Fundstellen der Insel ist das Navete vielleicht das bekannteste. Es handelt sich dabei um Bauwerke, die es nur in Menorca gibt und die als Begrabungsort dienten. In manchen wurden bis zu 100 Personen bestattet.

Trotz der vielen Turmkonstruktionen der Talayoten die entdeckt wurden, wissen heutzutage die Experten noch nicht genau, ob sie als Schutz, Begräbnisort oder nur als Siedlung dienten.

Die Tayalot Konstruktion, die der Kultur ihren Namen verdankt, können sowohl eine runde wie auch quadratische Form haben mit einer Höhe bis zu 9 Metern. Obwohl es viele dieser Gebäude gibt, wissen wir noch nicht für welchen Zweck sie gebaut wurden. Waren es Wachtürme, Grabgebäude oder Häuser? Auch die Grabhöhlen, die an den Klippen liegen gehören zur Talayot-Kultur.

Doch das originellste Bauwerk von Menorca, ist das Heiligtum von Tauloa, das von 659 v.Chr. stammt und für religiose Rituale benutzt wurde. Auf der ganzen Insel finden wir Beispiele von prähistorischen Gebäuden was uns hilft diese Zeit besser zu verstehen.

Ibiza, Zufluchtsort für Künstler

Die Insel Ibiza ist weltweit dank ihren Strände, der Mode "adlib" und dem Nachtleben bekannt. Doch oft vergessen wir den historischen Reichtum der Altstadt Dalt Vila, in Eivissa. Es ist eine der besterhaltenen Befestigungen an der mediterranen Küste und Weltkulturerbe der Unesco seit 1999.

Dazu gehören auch die Schutzmauern, die Häuser der Noblen, die Kirche von Santo Domingo, das Haus der Curia, die Kathedrale, die Burg und die Nekropole des Puig de Molins... dies alles sind Beispiele der Geschichte der Insel.

Auf der ganzen Insel können wir Hinweise des Kulturvermächtnisses finden, wie Brunnen und Badeanstalten der Araber. In allen Orten findet der Tourist Festungen und Kirchen zum Besuchen. Während der Wiedereroberung haben die Christen auf der Insel mehrere Türme gebaut um ein guten Blick auf den Horizont zu haben. So konnten die Ibicencos rechtzeitig von ihren Wächtern gewarnt werden, wenn Piraten in der Nähe waren und die Bevölkerung in Schutz zu bringen. Als einzigartig gelten die befestigten Kirchen von Santa Eulària und Sant Miquel.

Diese befestigten Kirchen sind einzigartig auf der Welt.

Die Insel ist seit Jahren ein Zufluchtsort für Künstler. Das spürt man in den vielen Kunstgalerien die sich in mehreren Orten befinden.

Außerdem zeigen viele Museen die Geschichte der Ibicenco.

Miró in den Balearen

Ein gutes Beispiel der Verbindung zwischen Kunst und Insel erlebt man dank der Kunstausstellung "Joan Miró, das Licht in der Nacht. Werke von 1960 und 1970", die während drei Monaten im Kunstmuseum ausgestellt wurden. Vom 26 August bis zum 2 November kann man im Stadtsaal El Roser, in Ciudadella, Menorca und anschließend in der Fundación Miro in Palma diese Ausstellung besuchen.

Die Sammlung besteht aus 40 Kunststücken, die der Künstler in den 60 bis 70 Jahren entworfen hat. Manche wurden noch nie dem Publikum präsentiert und zeigen eine nicht sehr bekannte Epoche des Künstlers.

Formentera

Man sagt, dass letzte Paradies des Mittelmeers ist Fromentera. Die Insel kann nur per Schiff erreicht werden und hat sich eine perfekte Symbiose von Natur und Tourismus erhalten. Das Neptungrass im Meervor Formentera ist seit 1999 UNESCO-Welterbe.

Formentera im dritten Millennium v.Chr. schon besiedelt und hat eine unglaubliche geschichtliche Kultur. Abgesehen von den prähistorischen Funden besiedelten die Insel Römer und Andalusi, bis sie in 1235 Mitglied der Krone von Aragon wurde. Die Schwarze Pest im 14. Jahrhundert ließ allerdings Formentera ohne Bevölkerung. Erst im 17. Jahrhundert wurde die Insel wieder besiedelt.

Wichtige historische Funde sind die Cap de Barbaria, die Sepultur von Ca na Costa oder die römische Festung von Can Blai. Auch die religiöse Architektur wie die Kirchen von Sant Francesc Xavier, Pilar de la Mola oder von Sant Ferran de ses Roques.

Wachtürme, Leuchttürme, Windmühlen, Zisternen und die typischen Häuser mit ihrer traditionellen Architektur sind Teil der Landschaft von Formentera. Kultur darf nicht fehlen und deswegen sollte man auch die Salinen oder die Büßerkolonie von Formentera besuchen.

Quelle: Efetur (ots)

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