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Kommunikation unterm Motorradhelm

Archivmeldung vom 30.05.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.05.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: "obs/ADAC/ADAC/Jan Greune"
Bild: "obs/ADAC/ADAC/Jan Greune"

Der ADAC hat in einer Praxisuntersuchung verschiedene Systeme geprüft, mit denen Motorradfahrer während der Fahrt miteinander kommunizieren können. Neben klassischen Funk- und Kabel/Stecker-Systemen wurden die modernen Bluetooth-Anlagen ausprobiert. Ergebnis: Auch wenn die Bluetooth-Anlagen mit vielen Funktionen punkten, hat die klassische Funktechnik nach wie vor ihre Berechtigung. Sie bietet vor allem mehr Reichweite als Bluetooth.

Mit der Bluetooth-Technik sind kabellose und sich automatisch aufbauende Verbindungen zu Smartphone und Navigationsgerät möglich. Voraussetzung ist, dass die Anlagen korrekt eingerichtet werden. Um dies sicherzustellen und alle Funktionen der teilweise komplexen Anlagen nutzen zu können, sollten vor dem Kauf und der ersten Anwendung die Produktdokumentationen eingehend studiert werden. Zur ersten Ausfahrt müssen alle Einstellungen stimmen, damit unterwegs die Konzentration auf das Motorradfahren nicht auf der Strecke bleibt. Die Ablenkung durch die Bedienung der Anlagen darf nicht unterschätzt werden.

Zwischen zwei und fünf Kilometer Reichweite waren in der Untersuchung des ADAC mit Funk möglich. Obwohl Bluetooth-Hersteller eine Reichweite bis zu zwei Kilometer angeben, mussten sich die Motorradexperten des Clubs bei Sichtkontakt mit 300 bis 600 Metern Reichweite zufriedengeben.

Klassische Funksysteme mit Kabelverbindungen sind relativ günstig. Für rund 100 Euro bekommt man ein Doppelset für zwei Helme. Bluetooth ist dagegen teuer: 80 bis 300 Euro pro Einzelset für einen Helm muss der Biker einplanen. Dafür genießt er den Luxus einer sich selbstständig aufbauenden Verbindung und muss keine Stecker verbinden.

Die Kommunikation von Motorradfahrer zu Motorradfahrer kann das Fahren in der Gruppe sicherer machen, indem zum Beispiel vor Gefahren oder Fehlern gewarnt wird. Trotzdem sollte sich kein Motorradfahrer von den Gesprächen und der Bedienung der Anlage ablenken lassen. Wichtig ist auch, in kritischen Situationen beide Hände am Lenker zu haben. Deswegen sind Sprachsteuerungen oder Tasten am Lenker der Bedienung am Helm vorzuziehen.

Quelle: ADAC (ots)

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