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Vermeintliches Mordopfer nach 31 Jahren lebend aufgetaucht

Archivmeldung vom 24.09.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.09.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Uwe Schlick / pixelio.de
Bild: Uwe Schlick / pixelio.de

Eine heute 55 Jahre alte Frau ist 31 Jahre nach ihrem ungeklärten Verschwinden von der Polizei in Düsseldorf entdeckt worden. Dort hatte sie unter falschen Personalien gelebt.

Die damals 24-Jährige war im Juli 1984 im Bereich Braunschweig/Wolfsburg spurlos verschwunden. Zu der Zeit wohnte sie in einem Studentenwohnheim in Braunschweig.

Umfangreichste Suchmaßnahmen und auch eine Fahndung in der Sendung "Aktenzeichen XY-ungelöst" am 11. Januar 1985 ergaben keine weiteren Erkenntnisse und führten nicht zum Auffinden der Vermissten, so dass die Polizei von einem Tötungsdelikt ausging und entsprechende Ermittlungen einleitete.

Erhärtet wurde dieser Verdacht dadurch, dass ein Jahr zuvor ein Mädchen in einem Waldstück bei Hattorf getötet worden war. Nachdem die Wolfsburger Polizei den Täter ermittelt hatte, hatte dieser angegeben, auch die Vermisste Braunschweigerin getötet zu haben.

Schließlich wurde die Studentin Ende 1989 offiziell für tot erklärt.

Bei der Tatortaufnahme eines Wohnungseinbruchs am 11. September diesen Jahres in Düsseldorf gab sich die Vermisste gegenüber der Polizei nun zu erkennen und nannte ihre richtigen Personalien.

Zwei Ermittler der Braunschweiger Kriminalpolizei vernahmen die Totgeglaubte in dieser Woche und stellten fest, dass es sich tatsächlich um die Langzeitvermisste handelte.

Sie gab an, in den vergangenen 31 Jahren in mehreren Städten in Westdeutschland unter falschem Namen und ohne Personalpapiere gelebt zu haben.

Zum Motiv ihres damaligen Verschwindens machte sie keine Angaben und erklärte ausdrücklich auch weiterhin keinen Kontakt zur Öffentlichkeit und zu ihrer heute im Bereich Gifhorn lebenden Familie haben zu wollen.

Quelle: Polizei Wolfsburg (ots)

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