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"Schwuchtel"-Rechnung nach Kündigung bei Telstra

Archivmeldung vom 11.06.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.06.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
"FAGGOT"-Rechnung: Telstra in Erklärungsnot. Bild: A Current Affair
"FAGGOT"-Rechnung: Telstra in Erklärungsnot. Bild: A Current Affair

Der australische Telekommunikationsanbeiter Telstra hat zwei langjährige Kunden nach deren Bitte um Kündigung des Vertrags auf der letzten Rechnung mit dem Wort "FAGGOT" ("Schwuchtel") beleidigt. John und seine Frau Kathy, deren Nachnamen nicht genannt werden, bekamen die homophobe Beschimpfung in der Zahlungsanweisung direkt zwischen dem Vor- und Nachnamen eingefügt. Das Ehepaar war über 40 Jahre lang Kunde bei Telstra.

Die seit 1971 mehr als loyalen Kunden des in Melbourne ansässigen Konzerns hatten eines Tages bei einer Durchsicht ihrer Rechnungen festgestellt, dass sie eigentlich zu viel für Telelekommunikationsdienste bezahlen. Nachdem sie Angebote anderer Dienstleister miteinander verglichen, stand die Entscheidung zur fristgerechten Kündigung bei Telstra.

Weil auf keiner einzigen Rechnung zuvor ein mittlerer Vorname angeführt war, geht das Paar von keinem Versehen aus. "Das war kein Druckfehler, das sollte so sein", lässt sich John von "A Current Affair" zitieren. Und überhaupt: "Wer wird schon seinen mittleren Namen mit - kann ich das Wort nennen? - 'Schwuchtel' angeben?", empört sich der verärgerte Ex-Kunde.

Unternehmen entschuldigt sich

Konfrontiert mit dem Vorwurf der offensichtlichen Beleidigung, hält sich das Unternehmen bedeckt und zeigt sich peinlich berührt. Nur so viel: Man untersuche die Vorkommnisse intern. "Wir sind sehr enttäuscht darüber, was vorgefallen ist und haben die Familie bereits kontaktiert, um uns zu entschuldigen", so ein Telstra-Sprecher. Ausfälle wie diese seien "inakzeptabel".

Telstra sorgt seit geraumer Zeit immer wieder mit seinem schlechten Kundenservice für Schlagzeilen in Australien. Erst Ende Mai dieses Jahres hatte das Unternehmen einigen Kunden im Zuge eines Netzwerkzusammenbruchs und zwei Tagen Ausfallzeit geraten, sich doch noch weitere 24 Stunden zu gedulden. Damals waren tausende ADSL- sowie NBN-Kunden von dem langen Blackout betroffen.

Quelle: www.pressetext.com/Florian Fügemann

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