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3sat-Doku: "Besonders normal: Schmetterlingskinder - zerbrechlich, zart und unglaublich stark"

Freigeschaltet am 30.04.2019 um 07:26 durch Andre Ott
Bild: "obs/3sat/ZDF/Werner Bachor"
Bild: "obs/3sat/ZDF/Werner Bachor"

Ihre Haut ist extrem empfindlich, schon die Reibung ihrer Kleidung löst Verletzungen aus, die nicht heilen: Menschen, deren Haut durch einen Gendefekt derart gestört ist, werden "Schmetterlingskinder" genannt.

In ihrer Dokumentation "Besonders normal: Schmetterlingskinder - zerbrechlich, zart, unglaublich stark" am Freitag, 3. Mai 2019, um 12.30 Uhr in 3sat in Erstausstrahlung, begleitet Filmemacherin Stephanie Schmidt zwei Schmetterlingskinder in ihrem Alltag.

Bereits bei der Geburt fehlten Serina und Hassan an vielen Stellen Haut. Seit die Kinder klein waren, bestimmte die Krankheit das Leben der Familien. Alle zwei Tage müssen Serinas Verbände gewechselt werden. Große Probleme hat die Schülerin auch mit den Händen. Ihre Finger sind in einem Kokon aus Haut eingewachsen. Im Alter von neun Jahren wurden ihre Finger an der Universitätsklinik Münster zum ersten Mal getrennt.

Auch der syrische Flüchtlingsjunge Hassan Issa war an dieser Krankheit so schwer erkrankt, dass die Ärzte nur wenig Hoffnung hatten. Seine Familie floh über den Libanon nach Deutschland. Vor vier Jahren kam Hassan in die Kinderklinik Bochum, sein Zustand war damals lebensbedrohlich. Doch italienische Wissenschaftler konnten im Labor gesunde Haut aus genetisch veränderten Stammzellen von Hassan züchten, die in Bochum transplantiert wurden. 80 Prozent seiner Haut wurden ersetzt, eine medizinische Sensation. Erst zwei Jahre später gingen die Ärzte mit dem sensationellen Behandlungserfolg an die Öffentlichkeit, seither ist das Interesse weltweit groß - ein Hoffnungserfolg auch für andere Betroffene.

Quelle: 3sat (ots)

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